FSG-Katzian: ArbeitnehmerInnen brauchen starke Vertretung durch Arbeiterkammern und Gewerkschaften

Bauernbund-Chef startet inakzeptablen Angriff auf Sozialpartnerschaft

Wien (OTS/FSG) - "Die ArbeitnehmerInnen brauchen nicht nur in
Zeiten einer Wirtschaftskrise, deren Folgen sie unverschuldet ausbaden müssen, eine starke Vertretung wie die Arbeiterkammer. Umso unverständlicher und auf das schärfste zurückzuweisen sind die neuerlich geäußerten Überlegungen von Bauernbundobmann Grillitsch, die Arbeiterkammer zu schwächen - anders ist das Infragestellen der Kammerumlage ja wohl nicht zu bewerten", kommentiert der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), Wolfgang Katzian. Abgesehen davon finanziere sich die Arbeiterkammer fast ausschließlich über die Beiträge ihrer Mitglieder, erinnert Katzian, "ihnen ist sie also verpflichtet, auch wenn das so manchen Vertretern anderer Gruppen nicht passt."

Im Übrigen sei die Debatte über faire Besteuerung unter folgendem Gesichtspunkten zu sehen: Die Einkommen der Landwirte sind seit 1989 im Durchschnitt um 108 Prozent gestiegen, die der ArbeitnehmerInnen im Durchschnitt nur um 79 Prozent. "Fakt ist, dass rund 3,6 Milliarden an Förderung von EU, Bund und Ländern sowie Sozialversicherungsleistungen, die nicht beitragsfinanziert sind, direkt an die Bauern gehen. Im Gegenzug fließen von den Bauern nur rund 98 Millionen Euro an verschiedenen Steuern zurück. Allein 77 Prozent der bäuerlichen Pensionsversicherung werden über das Bundesbudget und damit über die Allgemeinheit finanziert, bei den ArbeitnehmerInnen beträgt dieser Anteil nur 12 Prozent. Da wird ja wohl eine Debatte über die faire Lastenverteilung im Bundeshaushalt erlaubt sein", so Katzian abschließend.

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