FPÖ-Jannach: Alle Jahre wieder: Eine Agraroffensive des Landwirtschaftsministeriums jagt die andere

Wien (OTS) - "'Unternehmen Landwirtschaft 2020' ist jetzt die
dritte Agraroffensive innerhalb von drei Jahren", zeigt sich FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach verwundert darüber, dass noch nicht mal die Ergebnisse der bisherigen Agraroffensiven der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht werden konnten. "Im Jahr 2008 startete das Landwirtschaftsministerium die 'Grüne Offensive - Unser Weg für eine starke Landwirtschaft' mit fünf Arbeitskreisen -Ergebnisse sind nicht überliefert", so Jannach, der daran erinnerte, dass versprochen wurde, dass am Ende konkrete Konzepte und Aktionsprogramme stehen sollten.

"Im Jahr 2009 startete Landwirtschaftsminister Berlakovich die Agraroffensive 'Zukunftsfeld Bauernhof', mit dem Ziel, Antworten auf die Herausforderungen in der Landwirtschaft zu finden - Bis auf Kosten von 350.000 Euro für zwölf 'Infoveranstaltungen' des Landwirtschaftsminister sind keine konkreten Ergebnisse bekannt", kritisiert Jannach. "Und im Jahr 2010 startet jetzt schon die dritte Agraroffensive 'Unternehmen Landwirtschaft 2020'. Jedes Jahr steckt man die Konzeptlosigkeit der Agrarpolitik in eine neue Verpackung und versucht so Aktivität und Hilfe für die Bauern vorzutäuschen."

"Da die Ergebnisse der bisherigen Agraroffensiven Grundlage für diese neue Agraroffensive sein sollen, haben wir heute eine Anfrage an den Landwirtschaftminister gestellt, um endlich Licht ins Dunkel der unter Verschluss gehaltenen Ergebnisse der bisherigen Agraroffensiven zu bringen", erklärt Jannach. "Es drängt sich der Verdacht auf, dass die bisherigen Agraroffensiven nur Kosten, aber keinerlei Ergebnisse erbracht hätten, geschweige denn, irgendeinem Landwirt wirklich geholfen hätten."

"Zudem sollte der Landwirtschaftsminister Auskunft darüber geben, welche Bereiche der Landwirtschaft von den 120 Millionen Euro Budget-Einsparungen bis 2011, die der Minister angekündigt hat, betroffen sein werden", verlangt Jannach endlich Aufklärung, warum der Minister am 9. April in einer Aussendung vor Kürzungen des nationalen Agrarbudgets warnt, aber fünf Tage später eine Kürzung des Agrarbudgets bis 2011 von "fast 120 Millionen Euro" ankündigt.

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