AK: "Die Post bringt allen was" - für die Aktionäre soll es heuer über 101 Millionen Euro geben

Tumpel fordert von der Post-Hauptversammlung Zurückhaltung bei den Ausschüttungen

Wien (OTS) - Bei der heutigen Hauptversammlung der
Österreichischen Post wird voraussichtlich laut Beschlussvorschlag eine Dividende in der Höhe von 101,3 Millionen Euro (1,5 Euro pro Aktie) festgelegt. Obwohl es heuer keine Sonderdividende gibt, wird erneut deutlich mehr als der erwirtschaftete Konzerngewinn (79,7 Millionen. Euro) an die Aktionäre fließen. Mit dem heutigen Dividendenbeschluss würde die Post seit ihrem Börsegang im Jahr 2006 mehr als 500 Millionen. Euro an Dividenden zahlen, damit liegt die Ausschüttungsquote im Durchschnitt bei rund 130 Prozent. "Um dieses Ausschüttungsvolumen zu erreichen, mussten in den vergangenen Jahren zum Teil sogar Kapitalrücklagen in der Höhe von rund 120 Millionen Euro aufgelöst werden", betont AK Präsident Herbert Tumpel.

Einsparungen gibt es hingegen beim Personal: Allein im Geschäftsjahr 2009 wurden rund 4 Prozent bzw. mehr als tausend Arbeitsplätze abgebaut. "Auf der einen Seite beim Per-sonal und weiter massiv eigenbetriebene Filialen abbauen zu wollen und auf der anderen Seite die Eigenkapitalreserven anzuknabbern, ist untragbar", sagt Tumpel. Gerade für die Sicherung und den Erhalt von Arbeitsplätzen ist ein Belassen des erwirtschafteten Kapi-tals im Unternehmen unumgänglich. Tumpel: "Einbehaltene Gewinne steigern nachhaltig den Unternehmenswert. Das ist auch für Aktionäre kein Nachteil."

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