Hundstorfer am "Boys Day": Rollenklischees bei der Berufswahl aufbrechen

Neue DVD portraitiert junge Männer in sozialen Berufen

Wien (OTS/BMASK) - Der Wandel des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes eröffnet auch für Jungen neue Chancen jenseits einer geschlechterstereotypen Berufswahl. Das Sozialministerium veranstaltet heute zum dritten Mal den Österreich weiten "Boys Day", der sich der Erweiterung des Berufswahlspektrums männlicher Jugendlicher in Richtung Erziehungs- und Pflegeberufe und damit der Förderung eines breiteren, offeneren Burschen- bzw. Männerbildes, widmet. Sozialminister Rudolf Hundstorfer sieht den Boys Day als Chance für die Burschen zu einer beruflichen Horizonterweiterung in einem immer flexibler werdenden Arbeitsmarkt: "Verharren in Rollenklischees und traditionellen Berufsbildern hindert Burschen oft daran, ihre Möglichkeiten und Talente in Hinblick auf die Berufswahl richtig einzusetzen und auszuschöpfen. Der Boys Day soll dabei Anregungen und Möglichkeiten bieten, um Mut zu einer etwas anderen Berufsentscheidung zu haben". ****

Der Boys Day rückt das Berufswahlverhalten männlicher Jugendlicher ins Zentrum und möchte auch ein breiteres, offeneres Buben- bzw. Männerbild bewirken.
Den Jungs wird die Möglichkeit geboten, in verschiedenen Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen und Gesundheitseinrichtungen zu schnuppern und mit Männern, die in diesen sozialen Berufsfeldern tätig sind, über deren beruflichen Alltag und ihre Erfahrungen zu sprechen.

Speziell in sozialen Berufen gibt es besonders für junge, engagierte Männer gute Jobchancen. In Einrichtungen, in denen Menschen wichtige Lebensabschnitte verbringen, Lebenserfahrung sammeln und ihr Wohlbefinden im Mittelpunkt steht, fehlen derzeit männliche Mitarbeiter. Kleine Kinder brauchen ebenso männliche Vorbilder und kranke oder ältere Menschen benötigen Pfleger, die kraftvoll und einfühlsam sind.

Wenig Männer in Sozial- und Bildungsberufen tätig

Der Gesundheitsbereich ist derzeit ein generell stark weiblich dominiertes Arbeitsfeld. Laut einer Erhebung der Statistik Austria von 2008 sind in der allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege nur 12,7 Prozent Männer tätig.

Im Schuljahr 2008/09 waren vom Lehrpersonal an Volksschulen lediglich 10,3 Prozent männlich (Quelle: Schulstatistik 2008/09). Das Studium für das Lehramt des Volksschullehrers (Bachelor- und Diplomstudien) belegten im Wintersemester 2008/09 nur 7,6 Prozent Männer (Quelle: Hochschulstatistik 2008/09).

Der Anteil an qualifiziertem männlichem Fachpersonal in Kindergärten im Jahr 2008/09 belief sich auf nur 0,6 Prozent. (Quelle: Kindertagesheimstatistik 2008/09). Der Prozentanteil von Männern in den Bildungsanstalten zur Ausbildung zum Kindergartenpädagogen betrug im Schuljahr 2008/09 3,6 Prozent (Quelle: Schulstatistik 2008/09).

"Gesellschaft gestalten, heißt auf Menschen zugehen, ein Vorbild sein, Beziehungen angenehm und gleichberechtigt gestalten, etwas für alle weiter bringen. Es geht um eine Zukunft, in der Männer und Frauen, Burschen und Mädchen, weniger Druck auf dem Arbeitsmarkt und mehr Chancen und Wahlmöglichkeiten haben", hält Minister Hundstorfer fest.

DVD - "Social Fighters - Der Film über starke Burschen in sozialen Berufen"

Sozialminister Hundstorfer hat im Rahmen des Boys-Days auch eine neue DVD präsentiert. In dem Video, das speziell für Jugendliche im Auftrag der Männerpolitischen Grundsatzabteilung des BMASK produziert wurde, werden vier junge Männer porträtiert, die in sozialen Berufen tätig sind. Die Protagonisten des Films sind bei ihrer Arbeit als Fachsozialbetreuer, Behindertenbetreuer, angehender Volksschullehrer und Diplom-Krankenpfleger zu erleben. Die jungen Männer sprechen über ihre Erfahrungen, über die Reaktionen ihres Umfelds und über ihre Motivation einen für viele Männer noch untypischen Beruf auszuüben.

Die DVD "Social Fighters - Der Film über starke Burschen in sozialen Berufen" mit einer Länge von 30 Minuten ist auf der Webseite www.boysday.at oder unter der Gratis-Telefonnummer 0800-202074 kostenfrei bestellbar. (schluss)

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Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Maga. Elisabeth Kern, Pressesprecherin des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2247
www.bmask.gv.at

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