FCG - Lehrervertreter Maresch zu "Wahlkampf in Wiener Schulen"

Administrative Arbeit, eine ungeheuerliche Dokumentationsflut und diverse externe Störungen erschweren eine sinnvolle pädagogische Tätigkeit an Wiens Schulen.

Wien (OTS) - Grundsätzlich sind alle Aktionen, die das Image der LehrerInnen verbessern, zu begrüßen, meint der Wiener PflichtschullehrerInnengewerkschafter Stephan Maresch. Allerdings dürfen solche Kampagnen nicht parteipolitisch eingesetzt werden.

Kampagnen verursachen zusätzlichen Arbeitsaufwand, den die Kollegenschaft in einer Zeit des drohenden LehrerInnenmangels und der immer größer werdenden administrativen, sozialen und erzieherischen Arbeit an Wiens Schulen nicht mehr zu erbringen vermag.
Man darf sich nicht wundern, wenn sich die Motivation der PädagogInnen für solche angeordneten und entbehrlichen Werbemaßnahmen in Grenzen hält und äußerst kritisch wahrgenommen wird.

In den letzten Jahren wurde den LehrerInnen immer mehr zusätzliche Arbeit aufgebürdet. Viele KollegInnen beklagen sich zu Recht, dass sie vor lauter Zusatzarbeiten immer weniger Zeit für die Kinder und Jugendlichen aufbringen können.
Administrative Arbeit, eine ungeheuerliche Dokumentationsflut und diverse externe Störungen erschweren eine sinnvolle pädagogische Tätigkeit an Wiens Schulen.
Letztendlich sind die SchülerInnen die Leidtragenden in dieser Situation.

Abschließend bemerkt Maresch, dass die Imagekampagnen wie "Der Tag der Wiener Schulen", der "Night Run" und die Aktion "Kiss-Ausgrenzung Good Bye" knapp vor der im Herbst stattfindenden Wiener Landtagswahl positioniert sind. Da ist der in den Medien erhobene Vorwurf der "Parteipolitik in Schulen" nachvollziehbar. Wenn es anders wäre, gebe es keinen Grund, die Standesvertretung im Vorfeld nicht zu informieren, merkt Maresch abschließend an.

Rückfragen & Kontakt:

fcg - wiener lehrerInnen
Stephan Maresch
1010, Schenkenstraße 4/5
01/53454/435

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NOB0001