Steinhauser: Regierung schweigt weiter zu Hilfe für Betroffene von sexueller Gewalt

Musiol: Nicht einmal Gespräche wurden bisher geführt

Wien (OTS) - "Die Justizministerin hat heute in der Debatte um sexulle Gewalt in der römisch-katholischen Kirche und staatlichen Heimen eine große Chance vergeben. Viele Betroffene haben auf ein Signal gewartet, dass die Regierung Verantwortung und aktiv die Aufarbeitung übernimmt. Die Justizministerin hat es aber verabsäumt, klar zu legen, wie man den Betroffenen von sexueller und körperlicher Gewalt in Einrichtungen der Kirche und staatlichen Heimen jetzt helfen kann. Das ist eine schwere Enttäuschung", resümiert der Justizsprecher der Grünen, Albert Steinhauser, die heutige Debatte im Parlament, im Rahmen der aktuellen Stunde.

"So zu tun als würde ausreichend Unterstützung angeboten, hilft den Betroffenen in keiner Weise. Wie bereits nach dem Runden Tisch offenkundig wurde, hat diese Regierung nicht vor, auch nur irgendwie ihre staatliche Verantwortung wahrzunehmen und Betroffenen zu helfen. Nicht einmal Gespräche will die Regierung mit ihnen führen. Es wird daher abzuwarten sein, ob die Regierung einem Antrag der Grünen auf finanzielle Unterstützung einer staatlichen, unabhängigen Opferhotline nachkommen wird und damit einen ersten konkreten Schritt bei der Unterstützung der Opfer setzen wird, " so die Familiensprecherin der Grünen Daniela Musiol.

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