Neugebauer: Keine Toleranz für Gewalt und Missbrauch an Kindern!

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Respekt drückte der Zweite Präsident des Nationalrates, Abg. Fritz Neugebauer heute, Mittwoch, in der Aktuellen Stunde des Nationalrats jenen aus, "die nach langer Zeit die Kraft gefunden haben, über ihre Verletzungen zu reden." "Wir sollten die Situation als Chance nützen, um die Diskussion so zu führen, dass sie auch jenen Mut macht, die bis jetzt nicht darüber reden wollten oder konnten. Diese Offenheit darf nicht zugeschüttet werden", so Neugebauer. ****

Lobende Worte fand Neugebauer für Organisationen, die in diesem Bereich tätig sind und sprach dabei vor allem das Kinderschutzzentrum "Die Möwe" an. "Wir wissen: je jünger die Kinder im Falle des Missbrauches sind und je länger der Missbrauch andauert, desto schwerer fällt es den Kindern und Jugendlichen, sich zu öffnen. Sieben Anläufe brauchen diese jungen Menschen im Durchschnitt, um die Schwelle zu überwinden", führte Neugebauer an. "Wir alle - die Erwachsenenwelt - können Präventionsarbeit leisten. Dazu braucht es keine große Ausbildung. Es ist unsere Verantwortung, die heranwachsende Generation emotional zu stärken und den Kindern zu signalisieren: Wenn man Dir etwas gegen Deinen Willen tut, dann rede und vertraue Dich an."

"Mit Genugtuung" habe er, Neugebauer, die Predigt von Kardinal Schönborn zu diesem Thema verfolgt. "Und ich bin dem Kardinal dankbar, dass er seinen Worten auch konkrete Taten folgen ließ. Mit Waltraud Klasnic als Opferbeauftragte der Katholischen Kirche hat er eine Frau mit viel politischer Lebenserfahrung gefunden, die diese Aufgabe objektiv führen wird", ist Neugebauer überzeugt. "Denn für sie ist die Achtung der Menschenwürde die Grundlage jedes politischen Handelns." Am Montag werde Klasnic ihr Team mit Menschen aus verschiedenen Konfessionen und auch mit Konfessionslosen präsentieren, die sich im Sinne der Betroffenen als Opferschutzanwaltschaft einer offenen Aufarbeitung annehmen werden.

Neugebauer: "Der Staat schweigt nicht zu diesem Thema. Der runde Tisch war ein Anfang, um die Vergangenheit aufzuarbeiten. Nun müssen wir über alle Ressorts ein Netzwerk bündeln und versuchen, die Ursachen für Kindesmissbrauch möglichst auszuschalten."

"Wenn wir nicht wollen, dass in zehn oder zwanzig Jahren in den Medien darüber berichtet wird, was im Jahr 2010 an Missbrauch geschehen ist, müssen wir sensibel sein und jeden Populismus bei Seite lassen. Für Gewalt und Missbrauch an Kindern gibt es in unserem Staat keine Toleranz", schloss Neugebauer.
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