Neues Volksblatt: "Unerträglich" (Von Markus Ebert)

Ausgabe vom 21. April 2010

Linz (OTS) - "Missbrauch in der Kirche: Was macht die Regierung
für die Betroffenen?": So lautet das Thema, das die Grünen für die heutige Aktuelle Stunde im Parlament gewählt haben. Es ist das gute Recht der Grünen, zu thematisieren, was immer sie wollen. Aber bemerkenswert ist schon, wie sie sich in der Missbrauchs- und Misshandlungsaffäre verhalten. Seit Bekanntwerden diverser Vorwürfe tun sich Vertreter der Glawischnig-Partei als besonders heftige Kritiker der katholischen Kirche hervor. Was schon deswegen erstaunt, weil es in Kirchenkreisen nicht wenige Funktionsträger gibt, die -warum auch immer - mit den Grünen fraternisieren. Ihren neuen Parteigeschäftsführer haben die Grünen gar bei der Caritas rekrutiert.
Keine Frage, die Missbrauchsvorwürfe sind zu klären. Aber die Kirche hat bereits gezeigt, dass sie die Causa ordentlich aufarbeiten will. Und: Die ganze Angelegenheit ist kein ausschließliches Kirchenproblem. Doch das blenden die Grünen geflissentlich aus. "Das Schweigen der Bundesregierung zum Missbrauch in der Kirche ist unerträglich", befand Justizsprecher Albert Steinhauser. Unerträglich ist etwas ganz anderes - nämlich eine dahinsiechende Partei, die auf Kosten der Kirche um Aufmerksamkeit heischt.

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