UNESCO schützt österreichische Apotheken

Traditionelle Eigenprodukte der Apotheker sind immaterielles Kulturerbe der UNESCO/ Feierliche Verleihung der Urkunde fand heute, Dienstag, in Salzburg statt

Salzburg (OTS) - Ein Stück handwerkliche Apotheker-Tradition kommt unter UNESCO-Schutz! "Apothekeneigene Hausspezialitäten" werden in die nationale Liste des immateriellen UNESCO-Kulturerbes aufgenommen. Bei der offiziellen Verleihung heute, Dienstag, im ORF Landesstudio Salzburg nahm Apothekerverbandspräsident Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann die Auszeichnung von der Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission, Botschafterin in Ruhe Dr. Eva Nowotny, und Landesrätin Doraja Eberle entgegen.

Eine öffentliche Apotheke in Österreich erzeugt im eigenen Labor durchschnittlich 3.300 Arzneimittel pro Jahr selbst. Insgesamt wird fast die Hälfte aller von Haut-, Kinder- und Augenärzten in Österreich verschriebenen Arzneimittel in der Apotheke "frisch" hergestellt. Damit zählt die händische Anfertigung von Arzneien zu den ursprünglichsten Aufgaben der Pharmazeuten. Das hat auch die Österreichische UNESCO erkannt: Sie nimmt die "apothekeneigenen Hausspezialitäten" als traditionelles Handwerk in das nationale UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf.

"Unsere 'Hausspezialitäten' sind ein handwerkliches österreichisches Unikat und eine behördlich registrierte Arzneispezialität. Viele Apotheker verwenden Rezepturen, die über Generationen hinweg überliefert wurden. Mit der Eintragung in die UNESCO-Liste wird der Wert und die Einmaligkeit unserer Hausspezialitäten in ganz Österreich bestätigt", freut sich Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann, Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes.

"Hausspezialitäten" genießen in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert und sind ein wichtiger Bestandteil bei der Erst-Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden. Umso wichtiger ist es, das Wissen um die Herstellung, die Praxis und die dazu gehörenden Gerätschaften in der Apotheke zu erhalten. Die Auszeichnung als immaterielles Kulturerbe ist da ein besonders wichtiger Schritt, sind sich Österreichs selbstständige Apotheker, allen voran Initiator Mag.pharm. Heimo Hrovat von der Kur-Apotheke Bad Ischl, einig.

Mit dem nationalen Verzeichnis hat sich die UNESCO in Österreich zum Ziel gesetzt, Wissen, Traditionen und Brauchtum, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, zu schützen. "Apothekeneigene Hausspezialitäten zählen seit langem zur gelebten Tradition der Apotheke. Das über Jahrhunderte erworbene Fachwissen ist auch heute noch topaktuell", betont Mag.pharm. Hrovat, Konzessionär der Kur-Apotheke Bad Ischl.

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Mag. Hans Jakesz, Pressesprecher
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