Grünewald zu neuer Karl-Initiative: Massive Intensivierung österreichischer EU-Aktivitäten notwendig

Österreich braucht rasche Diskussion über Studienbedingungen, nicht nur Versprechungen und Vermutungen

Wien (OTS) - "Seit über einem Jahrzehnt regiert die ÖVP im Wissenschaftsministerium, ohne dass auf EU-Ebene konsequent Lösungen für die überproportionalen Studierendenströme aus dem Ausland gesucht und verhandelt wurden", kritisiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Karls nun geäußerter Wunsch, wonach die EU in begründeten Ausnahmefällen auch Mobilitätsbeschränkungen bei der Bildungsfreiheit ermöglichen solle, ist lediglich einer von mehreren möglichen Wegen. Grünewald verweist auf zusätzliche Möglichkeiten wie die Einführung von Transferzahlungen, oder das Heben der Studienplätze der EU-Staaten auf ein höheres Niveau. "Das würde den Druck von einzelnen Staaten, die derzeit "überlaufen" werden, nehmen", erklärt Grünewald und bekräftigt, dass es in jedem Fall eine massive Intensivierung österreichischer EU-Aktivitäten benötigen werde.

"Völlig unter den Tisch gekehrt wird nach wie vor die generelle Unterdotierung der österreichischen Universitäten. Die Konsequenz daraus ist ein Qualitätseinbruch in vielen Studienrichtungen", erläutert Grünewald. Der Mangel an Raum und Personal zieht unverschuldete Studienverzögerungen nach sich und führt teilweise sogar zu Studienabbrüchen. "Dieses Problem besteht durchaus auch in jenen Fächern, die nicht von deutschen Numerus Clausus-Flüchtlingen überlaufen werden", analysiert Grünewald und fordert Wissenschaftsministerin Karl auf, "das generelle Thema der Bildungsbeteiligung breiterer Bevölkerungsschichten und der Treffsicherheit der Studienwahl im Hochschuldialog noch intensiver zu diskutieren und mit dieser Problematik endlich auch das Parlament zu befassen".

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