LHStv. Scheuch: Einhaltung der Qualitätskriterien im Kärntner Bildungssystem sichergestellt

Teilungszahlen strikt einhalten und vorhandene Mittel effizient einsetzen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Eine jahrelange Praxis im Schulbereich soll jetzt im Zuge des Sparprogramms der Kärntner Landesregierung abgestellt werden. Dies teilte heute, Dienstag, Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch mit. Gesetzlich vorgeschriebene Teilungszahlen für Schulklassen seien immer wieder großzügig ausgelegt worden. Dadurch kam es beim Land zu einem unnötigen finanziellen Mehraufwand, weil den Schulen mehr Lehrer bereitgestellt werden mussten, als der Bund finanziert hätte. LHStv. Scheuch betont nun: "Die Krise erfordert es, dass die Teilungszahlen bei Schulklassen strikt eingehalten und überprüft werden. Nur so können die vorhandenen Mittel effizient eingesetzt und die Qualitätskriterien im Bildungsbereich langfristig gesichert werden."

"Die bestmögliche Ausbildung unserer Kinder künftig sicherzustellen, das ist meine vorrangigste Aufgabe als Bildungsreferent. Begehrlichkeiten und Ansprüche von anderen Seiten gehören da sicherlicht nicht dazu", stellt Scheuch klar. Man habe im letzten Schuljahr im Pflichtschulbereich 1185 Kinder weniger gehabt, aber nur fünf Klassen. Rein rechnerisch hätten es aber laut gesetzlicher Vorgaben 70 Klassen weniger sein müssen. "Wir werden daher künftig ein besonderes Auge auf eine effiziente Organisation der Klassenzahlen haben", kündigt Scheuch an. Ein "Wettrennen" zwischen verschiedenen Standorten, wer mehr Lehrer zugesprochen bekäme, könne man sich schlicht und ergreifend nicht mehr leisten. "Es gibt klare gesetzliche Bestimmungen, die auf pädagogisch ausgewogenen Grundlagen erstellt wurden. Diese müssen eingehalten werden, sonst ist langfristig die Finanzierung des gesamten Bildungssystems gefährdet. Das bin ich der Kärntner Jugend einfach schuldig", so der Kärntner Bildungsreferent.

Hintergrund der Überlegungen sei aber nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, sondern auch Qualitätsüberlegungen und eine veränderte Bildungslandschaft. "Mit der neuen Mittelschule haben wir ein absolutes Erfolgsprojekt, das stark boomt. Dort und auch im besonders wichtigen sonderpädagogischen Bereich werden die freigewordenen Lehrer äußerst wertvolle Arbeit leisten können", meint Scheuch.

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