ÖAAB-Tschirf ad Brauner: Schöne Arbeitslosenzahlen wichtiger, als die Zukunft unserer Jugend

Wiener ÖAAB fordert mehr Bemühungen um betriebliche Lehrstellen

Wien (OTS) - "Die heutige Pressekonferenz von Stadträtin Brauner war mehr als überflüssig. Nichts Neues und das was zu hören war, entspricht einfach nicht den Tatsachen", kommentiert KO Matthias Tschirf, Landesobmann des Wiener ÖAAB, die Aussagen Brauners zum Arbeitsmarkt.

Lehrwerkstätten können nur eine Überbrückungsmaßnahme in Notsituationen sein. "Immer noch mehr Plätze in Lehrwerkstätten zu schaffen und dabei die Suche nach nachhaltigen Lehrstellen in Betrieben so sträflich zu vernachlässigen, halte ich für schwer fahrlässig", so Tschirf. "Entweder hat die rote Stadtregierung noch immer nicht begriffen, dass diese Art der Lehrstellenpolitik falsch ist oder sie will den Fehler vor der Wahl nicht eingestehen." Plätze in Lehrwerkstätten verfälschen die Zahl der Jugendarbeitslosigkeit und verschieben diese um drei Jahre. Nächstes Jahr wird allerdings das böse Erwachen kommen, wenn die ersten Lehrlinge fertig werden und erneut auf den Arbeitsmarkt drängen. "Die SPÖ raubt mit ihren Lehrwerkstätten den Jugendlichen die Zukunft", so Tschirf. "Stadträtin Brauner geht es lediglich darum, die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen zu schönen, nicht aber um die Zukunft der jungen Menschen."

"Nur betriebliche Lehrstellen sichern nachhaltig einen Arbeitsplatz. Ich halte es für schwer fahrlässig, Jugendliche in Lehrwerkstätten zu verfrachten, nur weil dies für die Stadt bequemer ist, anstatt sich ernsthaft um Lehrstellen in Betrieben zu bemühen", so ÖAAB-Tschirf. "Ich fordere Sie auf, diese verfehlte Arbeitsmarktpolitik umgehend zu beenden, Frau Stadträtin!"

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