Österreich 2020: SPÖ-Enquete zu "Vielfalt und Verantwortung: Moderne Formen des Zusammenlebens"

Wurm/Jarolim: Familienrecht weiter reformieren, um zu echter Gleichstellungspolitik zu kommen

Wien (OTS/SK) - "Wir haben vieles erreicht, etwa mit der Eingetragenen Partnerschaft, im Unterhaltsrecht oder im Gewaltschutz. Aber wir müssen weitermachen, um zu einer echten Gleichstellungspolitik zu kommen", erklärte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm bei einer Enquete des SPÖ-Parlamentsklubs zum Thema "Vielfalt und Verantwortung - moderne Formen des Zusammenlebens", die im Rahmen der SPÖ-Initiative "Österreich 2020. Neue Herausforderungen. Neue Antworten. Neue Allianzen." abgehalten wurde. Nach der Eröffnung durch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und einem Impuls-Statement von Männerforscher Erich Lehner diskutierten SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm und SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim mit den Expertinnen Birgitt Haller vom Institut für Konfliktforschung und Rechtsanwältin Helene Klaar in einem 1. Panel ein "Familienrecht für das 21. Jahrhundert". ****

SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim erinnerte an den sozialdemokratischen Grundsatz, dass Gesetze immer einen Schritt vor der Wirklichkeit sein müssen und Gleichheit nicht nur vor dem Gesetz sondern vor allem durch das Gesetz hergestellt werden muss. "Christian Brodas Justizpolitik hat verkrustete Gesellschaftsstrukturen in den 70er Jahren aufgebrochen - in seinem Sinne müssen wir Änderungsprozesse einleiten und umsetzen", so Jarolim. Als Best-Practise-Beispiel diene im Rahmen einer europäischen Rechtsharmonisierung das schwedische Modell der Gleichstellung und Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. "Unnachgiebig und offensiv müssen wir eine Modernisierung des Familienrechts vorantreiben, bis sich unsere Forderungen auch in der Wirtschaft wiederfinden", betonte Jarolim.

SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm erklärte, dass aktive Vaterschaft und Väterbeteiligung sowohl im Haushalt als auch in der Kinderbetreuung eine bessere Beziehung zum Kind und ein besseres partnerschaftliches Zusammenleben mit sich bringe. Die SPÖ-Frauensprecherin forderte auch, die Frage der Arbeitszeitverteilung in der Ehe neu zu stellen und eine Novellierung im Eherecht anzudenken, so Wurm. Sie plädierte auch für eine weitere Aufwertung von Lebensgemeinschaften, wo Änderungen im Sozial-, Wohn-, oder Erbrecht vorzunehmen seien. Weiters seien weitere Verbesserungen beim Kindesunterhalt vonnöten und es sei zu überlegen, wie Väter mit dem Besuchsrecht motiviert werden können, ihre Rechte auch tatsächlich wahrzunehmen. (Forts.) sv/mp

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