Jeder fünfte Christ lebt im subsaharischen Afrika

Washington, 20.04.10 (KAP) Die Zahl der Christen und der Muslime in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara hat im 20. Jahrhundert stark zugenommen. Laut einer Studie des US-amerikanischen "Pew Research Center" leben heute 70 Mal so viele Christen in diesem Gebiet wie noch im Jahr 1900. Von damals sieben Millionen ist die Zahl der Christen auf aktuell rund 470 Millionen gestiegen. Das bedeutet, dass jeder Fünfte der deutlich über zwei Milliarden Christen in aller Welt heute im subsaharischen Afrika lebt.

Ebenfalls sehr deutlich, wenn auch nicht ganz so stark, ist der Zuwachs bei muslimischen Gläubigen in Subsahara-Afrika. Deren Zahl betrug vor 110 Jahren rund elf Millionen. Heute leben in den Ländern südlich der Sahara 234 Millionen Muslime. Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent ist das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen dennoch ausgeglichen, weil Nordafrika hauptsächlich muslimisch ist.

Laut der Untersuchung haben Christen und Muslime im Allgemeinen ein positives Bild voneinander. Gleichzeitig zeigen die Befragungsergebnisse vor allem in Ländern mit ethnischen Konflikten auch bestehende Spannungen zwischen Christen und Muslimen. So halten etwa im Tschad 70 Prozent der Christen Muslime für gewalttätig. 58 Prozent der Befragten in Nigeria und Ruanda sehen in religiösen Konflikten eine große Bedrohung für ihr Land.

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