Vulkanasche: Bures berichtet im Ministerrat über effektive Krisenbewältigung

"Sicherheit hat oberste Priorität"

Wien (OTS/BMVIT) - Infrastrukturministerin Doris Bures hat heute
im Ministerrat über die Maßnahmen berichtet, die ihr Ministerium und die Austro Control gesetzt haben, um die Sicherheit im heimischen Luftraum zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten und zugleich die negativen Folgen der Einschränkungen in der Luftfahrt für die Airlines und Flughäfen möglichst gering zu halten. Insbesondere weist die Ministerin in ihrem Bericht auf die rasche und effektive Reaktion des Krisenstabs von Oberster Zivilluftfahrtbehörde/BMVIT und Austro Control sowie der heimischen Fluglinien und Flughäfen hin. "Sicherheit für Passagiere, Crew und die Bevölkerung am Boden hatte und hat dabei die oberste Priorität", betont Bures. ****

Auf Basis aller verfügbaren Daten wurde zunächst am vergangenen Freitag die Sperre des österreichischen Luftraums verhängt, die auch für den Samstag verlängert wurden. Zugleich hat Österreich zusätzlich zu Wetterdaten und Berechnungen der internationalen Partner eigene Messwerte, insbesondere Wetterdaten der Station Sonnblick, und die Erkenntnisse der Untersuchung des in Wien gestrandeten Airbus der Ural Air in seine Bewertung einbezogen.

Nachdem bei letzterem keine Schäden festgestellt wurden, haben die Flugsicherungsbehörden am Sonntag der AUA und Fly Niki Überstellungsflüge erlaubt. Aufgrund der so gewonnen Daten und denen aus zahlreichen Überstellungsflügen in Nachbarländern wurde entschieden, ab Montag früh 5 Uhr die österreichischen Flughäfen für Starts und Landungen wieder zu öffnen.

Die gegenwärtig vorherrschende Ausbreitung der Vulkanasche im österreichischen Luftraum macht Flugverkehr grundsätzlich wieder möglich. Gemäß dem verbindlichen Luftfahrthinweis der Luftfahrtbehörden müssen Airlines besonderes Augenmerk auf alle sicherheitsrelevanten Informationen haben und dann in Abstimmung mit der Flugsicherung entscheiden, welche Flüge insbesondere zu welchen Destinationen durchgeführt werden können.

Inwieweit die Öffnung des österreichischen Luftraumes aufrechterhalten werden kann, ist abhängig von den aktuellen Prognosen zum Verlauf der Aschewolke - die Situation wird laufend evaluiert und überprüft. "Oberste Handlungsmaxime des BMVIT sowie der ACG ist die Gewährleistung der Sicherheit des österreichischen Luftverkehrs sowie der Schutz der Passagiere, der Besatzungen und der österreichischen Bevölkerung", betont die Verkehrsministerin.

Sonderverkehrsministerrat beschließt Zonenmodell

Außerdem berichtete Bures über das Ergebnis des gestrigen von der spanischen Präsidentschaft einberufenen Sonderministerrates, der als Videokonferenz abgehalten wurde. Dabei haben sich die MinisterInnen auf eine verstärkt koordinierte Reaktion auf diese Krisensituation verständigt. Der von den Flugsicherungsbehörden ausgearbeitete Vorschlag zur Einteilung des Luftraumes in drei Zonen wurde von Bures nachdrücklich unterstützt, entspricht er doch in seinen wesentlichen Punkten dem österreichischen Modell. Weiters wurde vereinbart, dass Anfang Mai 2010 ein weiterer Sonderministerrat stattfinden wird, der sich unter anderem auch mit den wirtschaftlichen Folgen dieser Krisensituation ausführlich befassen soll.

Erfolgreich Abfederungsmaßnahmen durch die ÖBB

Die Verkehrsministerin hat zudem ihre RegierungskollegInnen über die außerordentlich rasche und effiziente Reaktion der ÖBB auf die Sperre des Luftraums informiert. In den vergangenen Tagen haben die Bundesbahnen ihre Kapazitäten im Fernverkehr um 30 Prozent aufgestockt, täglich wurden durch Sonderzüge und Zusatzwaggons 10.000 Sitzplätze mehr angeboten. Mit einer Verdreifachung des am Westbahnhof eingesetzten Personals und durchgehender Öffnung wurde der Passagieransturm bewältigt. Auch für die kommenden Tage steht das zusätzliche Zugangebot mit teilweise noch größeren Kapazitäten zur Verfügung. (Schluss)

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