Rösch: "FSG hat Arbeitnehmer verkauft und verraten!"

Versicherungen sparen beim Lohn für Arbeitnehmer und lagern Arbeitsplätze ins billige Ausland ab

Wien (OTS/fpd) - Ing. Bernhard Rösch, Bundesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) übt anläßlich der aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen im Bereich der Versicherungsbranchen, heftige Kritik. "Wieder wurden die Arbeitnehmer, welche sich im Würgegriff der FSG befinden, über den Tisch gezogen. Gerade Bereiche wie Versicherungen und Banken, die sich nach Milliardenunterstützungen zum Großteil schon wieder in beliebiger Gewinnverteilung für die Aktionäre befinden, drehen unverantwortlich an der Einkommensschraube ihres eigenen Personals!"

Laut derzeitigem Stand, der so auch ratifiziert werden soll, sollen die Arbeitnehmer eine Erhöhung von lediglich 0,9 Prozent erhalten. Für Rösch ist das ein blanker Hohn, weil mit diesen 0,9 Prozent nicht einmal die Inflation abgegolten werde und einem Verlust gleichkommt. "Die Inflation beträgt aktuell zwei Prozent. Selbst in den Jahren zuvor hat die FSG schlecht verhandelt und sich eine Serienschlappe nach der anderen geleistet", zeigt sich Rösch, der in der Versicherungsbranche tätig ist, verärgert. Durch die schlechten Verhandlungen hätten die Arbeitnehmer immer weniger Geld zur Verfügung, was zu Verlusten und steigender Armut führe, so Rösch.

"Es ist eine Schande, dass diese reiche Branche kaum noch gewillt ist, über dem kollektivvertraglichen Minimum zu zahlen und den Einsatz der Mitarbeiter, welche für die Produktivitätssteigerung, die Gewinne der Aktionäre, Vorstände und Aufsichtsräte verantwortlich ist, nicht entsprechend würdigt. Hier scheint der FSG-dominierte Flügel den Arbeitgebern direkt in die Geldbörse zu greifen und auch die Grundsätze des Gewerkschafters Anton Benya mit Inflations- und Produktivitätssteigerung zu verraten, so wie auch schon die Jahre zuvor", stellte Rösch fest. In diesem Zusammenhang erinnert der FA-Obmann an die 3,5 prozentige Erhöhung der Gehälter für EU-Beamten. "Von solchen Gagen kann die breite Masse der Arbeitnehmer nur träumen! Sie wurden von den Roten über den Tisch gezogen!"

Die Spitze der Entsolidarisierung und Gewinngier stelle die geplante Auslagerung der Krankenversicherungsabrechnung der Uniqa-Versicherung ins slowakische Nitra dar, warnt der FA-Obmann. Dort soll bereits ein Heer von Mitarbeitern für den österreichischen Markt tätig sein, einen Bruchteil verdienen und kaum eine soziale Absicherung haben, so der FA-Obmann. Entwicklungen, welchen dank der EU-Politik Tür und Tor geöffnet werden. "Nicht nur, dass die Roten tatenlos zusehen, sie zeigen sich auch noch erfreut! Vor dem Eintritt in die Europäische Union hat uns ,Gitti Ederer? noch im Zuge Volksabstimmung versichert, dass die Beitrittsländer 80% des Lohn- und Sozialniveaus haben werden. Heute freuen sich die roten Obergewerkschafter wie Kaske auf die Öffnung der Arbeitsmarktgrenzen und begrüßen schon jetzt die 25.000 Lohndumpingkräfte auf unserem Arbeitsmarkt. Das ist Verrat an uns Arbeitnehmern, die alle für ihre Vertretung bezahlen und von der FSG verkauft werden", kritisiert Rösch abschließend.
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