Volkshilfe auf Haiti: 100 Tage nach dem Erdbeben

Präsident Weidenholzer zieht Zwischenbilanz über die bisherigen Hilfsaktivitäten

Wien (OTS) - Vor hundert Tagen - unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti - startete das Nothilfeprogramm der Volkshilfe und ihrer internationalen und lokalen Partnerorganisationen. Die Hilfsmaßnahmen konzentrieren sich auf die Stadt Jacmel im Südosten Haitis. Rund 40.000 Familien sind in dieser Region vom Erdbeben und dessen Folgen betroffen, 7.600 Häuser wurden völlig zerstört, 30.500 schwerst beschädigt. Auch heute, 100 Tage nach der Katastrophe, müssen mehr als 20.000 Menschen, die entweder in einem von drei Flüchtlingscamps oder in den Strassen der Stadt leben, versorgt werden. Über 200 ehrenamtliche HelferInnen kümmern sich tagtäglich um all jene, die durch das Beben ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben.

"Im Gegensatz zur Hauptstadt Port-au-Prince laufen, nach anfänglichen Transportproblemen, die Hilfsmaßnahmen sehr gut. Die Koordination nicht nur mit den Partnern unseres europäischen Dachverbandes solidar sondern auch mit lokalen Organisationen, den Behörden und anderen Aktivitäten wie dem World Food Programme der UNO gelang rasch sehr gut." so Volkshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer: "Die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus Haiti haben sehr genau die Zerstörungen und die Bedürfnisse der Familien erfasst, sodass die Hilfsgüter punktgenau zugeteilt werden konnten."

Hilfe kommt an.

Nachdem Jacmel und die umliegenden Regionen anfangs isoliert waren von den Hilfsbemühungen, trafen durch die enge Kooperation und Koordination der Volkshilfe-Aktivitäten mit der haitianischen Organisation CROSE bald erste Transporte mit Hilfsgütern ein. Zur täglichen Versorgung der Überlebenden gelangten mehrere Tonnen Lebensmittel wie Reis, Mais, Bohnen, Mehl, Öl, Fisch und sauberes Trinkwasser zur Verteilung. Über 4.000 Hygiene-Sets für Familien halfen, die Seuchengefahr zu minimieren, fast 10 Tonnen Medikamente wurden nach Jacmel gebracht um Verletzte und Kranke versorgen zu können. Da das einzige Krankenhaus der Region durch das Beben völlig zerstört wurde, werden in vierzehn Ambulanzzelten rund 40.000 Menschen medizinisch betreut. Tausend Zeltplanen und an die 6.000 Decken und Moskitonetze geben in Lagern notdürftige Unterkunft, sichere Unterkünfte, die auch der Witterung in der Regenzeit standhalten, werden noch dringend benötigt und angeschafft.

"Hundert Tage der Hilfe liegen hinter uns. ", so Weidenholzer anlässlich der Zwischenbilanz: "Aber uns muss bewusst sein, dass unsere Solidarität und Hilfe noch viele weiter hundert Tage dringend nötig sein wird.

Der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger besuchte das Hilfsprojekt einige Wochen nach dem Beben. Er berichtete, dass "die Menschen auf Haiti ohne weitere Unterstützung ihre Städte nicht wieder aufbauen können, auch die Wiederinstandsetzung der Wirtschaft wird ohne Hilfe von außen unmöglich sein. Neben der Errichtung von wetterfesten Notquartieren und der Sicherstellung der medizinischen Versorgung für alle Bevölkerungsgruppen wird die Volkshilfe daher rasch Programme zur Steigerung der Nahrungsmittelsicherheit etablieren. Und so genannte Cash for Work-Programme dienen nicht nur dem Schaffung von Einkommen für die Bevölkerung sondern helfen bei der Wiedererrichtung von Infrastruktur."

Zum Abschluss danken Volkshilfe Präsident Weidenholzer und Geschäftsführer Fenninger allen Spenderinnen und Spendern der Volkshilfe und von Nachbar in Not mit der Bitte, auch weiterhin Solidarität mit den Menschen auf Haiti zu leben. Die dringend benötigte Hilfe wird noch viele Monate wenn nicht Jahre weiter anhalten müssen.

Volkshilfe Spendenkonto: PSK 1.740.400; BLZ 60000 Kennwort "Haiti"

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