Immobilienfirma wollte ihre Angestellten prellen: AK verhalf ihnen zur Kündigungsentschädigung

Linz (OTS) - Mit einer kostensparenden, aber rechtswidrigen
Methode versuchte eine niederösterreichische Immobilienfirma ihre fünf Angestellten in der Linzer Niederlassung loszuwerden. Allerdings hatte der Arbeitgeber die Rechnung ohne die AK gemacht, die für alle die Nachzahlung der Kündigungsentschädigung erkämpfte - insgesamt mehr als 17.000 Euro!

Eine niederösterreichische Immobilienfirma eröffnete im Jahr 2008 ein Büro in Linz. Dort arbeiteten im Jänner 2009 vier Maklerinnen und Makler sowie eine Sekretärin.

Am 27. Jänner 2009 wurden die fünf Angestellten in einer Besprechung mit dem Geschäftsführer - wegen Schließung des Büros -unter Einhaltung der Kündigungsfrist zum 31. März 2009 gekündigt.

Allerdings erhielten die Angestellten am 10. Februar 2009 ein Schreiben des Arbeitgebers mit der Mitteilung, ihre Dienstverhältnisse wären in der Besprechung am 27. Jänner 2009 mit sofortiger Wirkung einvernehmlich aufgelöst worden!

Tatsächlich hatten die Angestellten einer einvernehmlichen Auflösung ihrer Dienstverhältnisse jedoch nie zugestimmt.

Die fünf Betroffenen wandten sich an die AK. Diese teilte dem Arbeitgeber mit, dass es sich bei seinem Schreiben an die Angestellten um die Erklärung einer fristwidrigen Kündigung handle. Aus diesem Grund forderte die AK Kündigungsentschädigung. Der Arbeitgeber wies den Anspruch aber zurück: Eine außergerichtliche Einigung scheiterte.
In dem von der AK eingeleiteten Gerichtsverfahren wurde der Geschäftsführer der Immobilienfirma einvernommen. Er bestritt neuerlich den von den Angestellten geschilderten Sachverhalt.

Der Arbeitgeber dürfte dann aber eingesehen haben, dass er nicht durchkommen würde: Am Tag vor der nächsten Gerichtsverhandlung erkannte die Firma sämtliche Ansprüche an, worauf die AK die Klage zurückziehen konnte. Insgesamt erkämpfte die AK für die Angestellten 17.260 Euro.

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