ÖVP-Khol vergleicht Österreicher mit Mussolini-Faschisten

FPÖ-Südtirolsprecher Neubauer fordert Khol auf, sich endlich aus der Politik zurück zu ziehen

Wien (OTS) - In einem Kommentar mit dem Titel "Türkische Schulen
in Wien! Vielfalt bringt Harmonie und friedliche Entwicklung" in der Tageszeitung "Die Presse" befürwortet der ehemalige Nationalratspräsident Andreas Khol (ÖVP) den Vorschlag des türkischen Regierungschefs, in Österreich türkische Schulen einzurichten. Dazu erklärte Khol, dass die "Verösterreicherung" der Türken nicht das Ziel österreichischer Politik sein dürfe. Khol erklärt dazu in seinem Artikel: "Meine Haltung als Südtiroler ist klar; wir haben beides erlebt: die zwangsweise Italienisierung durch die Faschisten und später die muttersprachliche Schule in Freiheit. Der Zwang brachte Streit und Leid, die Vielfalt brachte Harmonie und friedliche Entwicklung."

Der Südtirolsprecher der Freiheitlichen NAbg. Werner Neubauer protestierte gegen diese geschichtsfälschende Darstellung. "Andreas Khol ist offenbar nicht mehr von dieser Welt. Er vergleicht Unvergleichbares. Die Faschisten hatten in Südtirol mit der Methode der staatlich forcierten Zuwanderung von Italienern nach Südtirol und mit Unterdrückungsmaßnahmen versucht, die einheimische deutsche und ladinische Bevölkerung Südtirols ihrer Sprache und Kultur zu berauben und im eigenen Land zur rechtlosen Minderheit zu machen", erklärte Neubauer.

Niemand in Österreich komme jedoch auf die Idee, die Türkei mit einer nichttürkischen Zuwanderung zu überschwemmen und den Türken in der Türkei ihre Sprache und Kultur nehmen zu wollen. Worum es in Österreich gehe, sei die sprachliche Integration von Zuwanderern, damit keine kulturell abgeschotteten Ghettos entstünden. Niemand nehme Zugewanderten das Recht, zusätzlich zur Sprache ihres Gastlandes die eigene Sprache und Kultur weiter zu pflegen.

Wenn Khol in seinem Artikel schreibt: "Drei Viertel der Österreicher fühlen sich vom Islam bedroht und meinen, die Moslems seien nicht anpassungsbereit. Sind wir es?", so predige er die Anpassung der einheimischen Bevölkerung an die Kultur der Zuwanderer. Es könne aber von der österreichischen Bevölkerung nicht verlangt werden, sich zu "türkisieren", damit lernunwillige Zuwanderer weniger sprachliche Probleme hätten.

Die Gleichsetzung heutiger massenhaft zuwandernder Türken mit der damals unterdrückten autochthonen Bevölkerung Südtirols sei "ein schlechter Witz". Der autochthonen Bevölkerung Österreichs werde in der Khol?schen Sicht der Dinge "die Rolle der damaligen italienischen Faschisten zugewiesen, was eine Unverschämtheit und Geschichtsverdrehung ist", sagte der FPÖ-Südtirolsprecher.

Khol komme offenbar mit dem aktuellen Zeitgeschehen nicht mehr zu Rande, schade mit seinen unreflektierten und unüberlegten Äußerungen der Republik Österreich auch im internationalen Rahmen. Er solle sich daher dringend aus der Politik zurückziehen, erklärte Neubauer. Khol solle "still und in Würde altern und seine Umwelt mit Unsinn wie der angeblich bereits erreichten Landeseinheit Tirols oder der Gleichstellung zuwandernder Türken mit den seinerzeit durch den Faschismus unterdrückten Südtirolern verschonen", schloss Neubauer.

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