Salzburg AG-Chef Gasteiger: Unsere Förderpolitik ist "großer Unfug"

Wien (OTS) - Arno Gasteiger, der Vorstandssprecher der Salzburg
AG, will Öko-Förderungen abschaffen und durch Investitionsbegünstigungen ersetzen. Beim Wirtschaftsminister ist er damit bislang abgeblitzt.

"Wenn ich verantwortlich wäre, würde ich den Wust an Förderungen abschaffen und im Gegenzug eine steuerliche Begünstigung von Investitionen in erneuerbare Energien für Haushalte und Unternehmen einführen" sagt der Chef der Salzburg AG im Interview mit dem INDUSTRIEMAGAZIN. Die derzeitige Förderlandschaft sei mit Administrationskosten von bis zu 20 Prozent uneffizient und die Maßnahmen blockierten sich oft gegenseitig. "Nehmen Sie nur die Kraft-Wärme-Kopplung, die derzeit über das Ökostromgesetz massiv gefördert wird. Jetzt geht die Regierung hin und will eine CO2-Steuer einführen, also eine zusätzliche Belastung dieser Energieform. Mit der einen Hand zu geben und mit der anderen zu nehmen, das halte ich für großen Unfug" sagt Gasteiger.

Abgeblitzt.

Sein Vorschlag: Die Einführung einer Kosten-Nutzen-Analyse aller Maßnahmen, die letztendlich in einer Abschaffung der Förderungen gipfeln würde. "Wenn ich verantwortlich wäre, würde ich den Wust an Förderungen abschaffen und im Gegenzug eine steuerliche Begünstigung von Investitionen in erneuerbare Energien für Haushalte und Unternehmen einführen" sagt Gasteiger. "Das wäre eine Maßnahme, die nicht einmal der Finanzminister fürchten müsste. Denn der dadurch entstehende Einnahmeausfall würde durch die höheren Investitionen mehr als ausgeglichen".

Seine Maßnahmen hatte Gasteiger dem ehemaligen Wirtschaftminister präsentiert, war aber mit seinen Vorschlägen abgeblitzt. "Dieser stimmte mir damals zu, meinte aber, die Vorschläge lassen sich nicht umsetzen," sagt Gasteiger. Weshalb dies so ist, kann er nur vermuten. "Ein System der Steuerbegünstigungen hat natürlich den Nachteil, dass der Minister keine Briefe mehr schreiben kann, in denen er die Begünstigten über eine positive Förderzusage informiert."

Das ganze Interview können Sie auf
http://www.ots.at/redirect/salzburgag
nachlesen.

Rückfragen & Kontakt:

Industriemagazin Redaktion
Tel. 01/585 9000
www.industriemagazin.net

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IMA0001