Österreichische Kunststoffverarbeitende Industrie 2009 im Rückwärtsgang

Umsatz fällt um 12,6%, Beschäftigte -5%. Aussichten für 2010 aber positiv

Wien (OTS/PWK304) - 12,6% Umsatz hat die Kunstverarbeitende Industrie Österreichs 2009 verloren. Mit einem Produktionswert von EUR 3.968 Mio. fiel sie damit auf unter das Niveau von 2006.

"Das Wachstum von 3 Jahren ging in der Wirtschaftskrise somit verloren" informiert Thomas Rhomberg, Obmann der Kunststoffverarbeitenden Industrie. "Die Auswirkungen der Krise trafen nicht alle Kunststoffverarbeiter gleich. Zulieferer in die Automobil- und Maschinenindustrie wurden noch kräftiger gebeutelt. Hier betrug das Ergebnis letztlich minus 23,5%. Konjunkturprogramme der Regierung und die Nachfrage im Baubereich, stimuliert durch die Klimadiskussion, pushten den Bausektor. Dämmstoffe und Fenster lagen daher im positiven Bereich" ergänzt er.

Die Märkte im Ausland waren schwach. Die Exporte gingen um 26% zurück. Am besten hielten sich noch die Nachbarländer Deutschland und die Schweiz mit rund -10%. Die relative Stärke des Heimmarktes zeigen auch die Importrückgänge um nur 9,8%.

Die Krise hatte naturgemäß auch Auswirkungen auf den Beschäftigtenstand. Die Kunststoffverarbeitung verlor 2009 rund 1.200 Mitarbeiter, ein Rückgang von 5%.

Nachdem in der 1. Jahreshälfte das Minus im Produktionswert bereits 17% ausgemacht hatte, kam es zu Jahresmitte zu einer Bodenbildung im Konjunkturzyklus. Der Pessimismus wich einem vorsichtigen Optimismus. Die Auftragseingänge, die ein historisches Allzeittief erreicht hatten, zogen wieder an.

Aktuelle Konjunkturumfragen zeigen, dass die Branche das Ärgste hinter sich sieht. Die Aussichten für den Geschäftsgang in den nächsten Monaten sind grundsätzlich positiv. Während vor allem in der 1. Hälfte des Vorjahres niedrige Rohstoffpreise die schlimmsten Auswirkungen des Konjunkturabschwunges abgefedert haben, fällt dieser Vorteil allerdings nunmehr weg. Sorgen bereitet auch die zunehmende Finanzschwäche der Kommunen sowie auch ein mögliches Nachlassen der Nachfrage des privaten Konsums.

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