Meinl Bank: Erste Stellungnahme zu neuem MEL Gutachten

"Gutachten dürfte im Wesentlichen die Position der Meinl Bank bestätigen"

Wien (OTS) - Die APA berichtete heute über ein bekannt gewordenes MEL-Gutachten des Sachverständigen Christian Imo, das sich unter anderem auf das Thema "Mündelsicherheit" bezieht. Der Bank liegt dieses Gutachten noch nicht vor, und bezieht sich daher in einer ersten Stellungnahme auf jene Punkte des Gutachtens, über die berichtet wurde.

Die 2006 vom Ex-Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank attestierte prinzipielle Eignung der MEL zur Mündelgeldveranlagung wäre zum Zeitpunkt der Erstellung vertretbar gewesen, wird aus dem Gutachten zitiert. Es hätte allerdings keinem breiten Anlegerpublikum vorgelegt werden dürfen. Dies ist genau die Position der Meinl Bank, die das Thema "Mündelsicherheit" nie in der Werbung verwendet hat.

Nie mit Mündelsicherheit geworben

Die Meinl Bank hat MEL-Zertifikate nie als mündelsicher beworben. Die Fakten: Die Meinl Bank bzw. die Meinl Bank Tochter Meinl Success informierten im Februar bis August 2007 - also nach der letzten Kapitalerhöhung der MEL - in einem Factsheet darüber, dass eine Veranlagung in MEL prinzipiell "geeignet für Mündelgeldveranlagung" wäre. Das Factsheet vermittelte einen Unternehmensüberblick und stellte keine Verkaufsunterlage oder Werbung dar. Gleichzeitig wurde explizit angeführt, dass die Veranlagung ein "Risiko bis hin zur Möglichkeit eines Totalverlustes" birgt. Der Hinweis auf die Eignung zur Mündelgeldveranlagung erfolgte in keiner anderen Unterlage und die Meinl Bank bezeichnete MEL zu keinem Zeitpunkt als "mündelsicher". Der Unabhängige Verwaltungssenat Wien (UVS) gab in diesem Zusammenhang der Meinl Bank Recht und bestätigte, dass die Meinl Bank die "Eignung zur Mündelgeldveranlagung" nicht als Werbung verwendet hat.

Rückkäufe von Zertifikaten nicht veröffentlichungspflichtig Das heute von der APA zitierte Gutachten von Christian Imo besagt hinsichtlich der Rückkäufe von MEL-Zertfikaten, dass diese für Vermittler oder sonstige Marktteilnehmer nicht erkennbar gewesen sei. Aus Sicht der Meinl Bank ist dieses Ergebnis logisch nachvollziehbar, weil diese Rückkäufe nicht veröffentlichungspflichtig waren, was auch die Finanzprokuratur - der Rechtsanwalt des Staates - bestätigte. Die grundsätzliche Möglichkeit der Rückkäufe sei jedoch sehr wohl im entsprechenden Kapitalmarktprospekt festgehalten worden.

Das Gutachten zeigt offenbar auch, dass die Einstufung der MEL Zertifikate "mit mittlerem Risiko" bis Mitte 2007 ausreichend war. Damit widerspricht das Gutachten auch der Argumentation vieler Anlegeranwälte, die aus heutiger Sicht - mit dem Wissen über die Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise und den damit einhergehenden Kursverlusten - eine weit höhere Risikoeinschätzung für notwendig erachten.

Heimische Institutionen bestätigen Rechtsansicht der Bank

Sechs heimische Institutionen bestätigen im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um MEL in wesentlichen Fragen die Rechtsansicht der Meinl Bank: Die Übernahmekommission bestätigte, dass MEL von Jersey aus gesteuert wurde. Das bedeutet, dass das Unternehmen nicht von der Meinl Bank und Julius Meinl gesteuert war, wie fälschlicherweise behauptet wurde, sondern von einem eigenständigen unabhängigen Management. Die Finanzprokuratur, also der Rechtsanwalt des Staates, sowie der UVS Wien bestätigen die Position der Meinl Bank, dass der Rückkauf der MEL Zertifikate 2007 nicht veröffentlichungspflichtig war. Die Oesterreichische Kontrollbank, und die Wiener Börse teilen die Rechtsmeinung der Bank in der Frage der Unterscheidung von Aktien und Zertifikaten: Inhaber von Zertifikaten sind in allen zentralen Aktionärsrechten unmittelbaren Aktionären gleichgestellt. Das Konsumentenschutzministerium bekräftigte die grundsätzlich geltende Rechtslage, dass die unabhängigen Finanzberater für ihre Beratungsleistungen einzustehen haben und für diese verantwortlich sind.

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