FPÖ-Kickl zu Fischer: Volle Präsidentenhose und nicht Sachargumente verhindern Direktkonfrontation mit Barbara Rosenkranz

Hätten z.B. über nordkoreanische Konzentrationslager diskutieren können - Keine Berührungsängste mit Waffenlobby, aber mit demokratischen politischen Mitbewerbern

Wien (OTS) - "Heinz Fischer hat offenbar die sprichwörtlichen
Hosen voll, wenn es um eine Direktkonfrontation mit Barbara Rosenkranz geht. Deshalb bringt er in Tagesabstand immer neue Ausreden vor, warum er TV-Duellen aus dem Weg geht", sagte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl zu den jüngsten Aussagen des Staatsoberhaupts in einem Standardinterview. Einmal berufe er sich auf irgendeine Tradition, die ihm ein TV-Duell verbiete. Dann gehe es wieder nicht, weil es mit seinem Wahlkampfeinsatz in ganz Österreich nicht vereinbar sei. Und jetzt versteige er sich zur unhaltbaren und unzählige Male widerlegten Behauptung, seine Kontrahentin habe hinter die Existenz von Gaskammern ein Fragezeichen gesetzt, um sich aus der Affäre zu ziehen, so Kickl.

Er, Kickl, habe den Verdacht, dass das bekannte, Bruno Kreisky zugeschriebene Zitat, wonach Fischer immer am Klo sei, wenn es brenzlig werde, nicht wie Fischer das krampfhaft darstelle eine bösartige Erfindung nach Kreiskys Tod, sondern vielmehr eine treffende Charakterisierung eines politischen Weggefährten sei, die auf persönlichen Erlebnissen beruhe. "Barbara Rosenkranz hat ihre lupenreine demokratische Gesinnung und klare Abgrenzung vom Nationalsozialismus und allen anderen totalitären Regimen jedenfalls nicht nur in achtzehn Jahren der politischen Tätigkeit ausdrücklich unter Beweis gestellt sondern auch unzählige Male unmissverständlich ausgesprochen. Beides Dinge, die man von Heinz Fischer in Sachen Kommunismus und Diktaturen wie der in Nordkorea oder der DDR noch nicht in der Deutlichkeit vernommen hat. Es wäre sicher spannend gewesen, live im TV Heinz Fischers Ausführungen z.B. zu den Konzentrationslagern in Nordkorea, das zu den brutalsten existierenden totalitären Regimen gehört, zu hören. Es wäre aufschlussreich gewesen zu hören, was er als ausgewiesener "Nordkorea-Experte" zu der vom dortigen Regime angewendeten Sippenhaftung und all den anderen unglaublichen Menschenrechtsverletzungen zu sagen hat. Es hätte Österreich interessiert, welche klaren Worte Fischer dazu findet, dass man dort das eigene Volk aushungert, um sich bis an die Zähne zu bewaffnen oder welche Werte das Staatsoberhaupt dadurch verwirklicht sieht, dass man gegenwärtig in Österreich auf höchste Weisung hin im Museum für Angewandte Kunst nichts besseres zu tun hat, als nordkoreanische Diktatorenkunst auszustellen und dafür Millionen an Steuergeldern einsetzt.

Von der überfälligen Aufarbeitung der Rolle Fischers bei den EU-Sanktionen und in der Waldheimaffäre, wo Österreich im Ausland Schaden genommen hat, ganz zu schweigen", so Kickl, der meinte, dass bei viel viel geringeren Verdachtsmomenten, als sie gegen Heinz Fischer im Zusammenhang mit EU-Sanktionen oder Waldheim vorliegen würden, SPÖ und Grüne längst einen Historikerkommission eingerichtet hätten, sofern die Vorwürfe einen Politiker treffen würden, der nicht der vereinigten Linken zuzurechnen sei.

In dieselbe schräge Abteilung wie seine Ausreden für die Konfrontationsdrückerei gehörte auch Fischers rein ideologisch motivierte aber inhaltlich völlig halt-und substanzlose Kritik an der untadeligen Amtsführung von Nationalratspräsident Martin Graf, dem er dem Standard zufolge eine Auszeichnung verweigern wolle. "Wenn es aber beispielsweise darum geht, ein arbeitsloses Einkommen neben seiner Nationalratspräsidentengage zu kassieren oder einen gut befreundeten Waffenhändler, der wegen illegaler Beschäftigung von Schwarzarbeitern zu einer Strafe verurteilt worden ist, den Titel eines Ökonomierats zu verleihen, hat das Staatsoberhaupt keine moralischen oder politischen Skrupel", so Kickl.

Nicht zuletzt aufgrund der Geheimniskrämerei um die Finanzierung der vorangegangenen und der aktuellen Wahlkampagne vermute er jedenfalls materielle Unterstützung des Waffenhändlers für den Präsidenten, der tief im roten Netzwerk hänge. Es sei jedenfalls seltsam, wenn sich das Staatsoberhaupt persönlich zur achzigsten Geburtstagsfeier eines Waffenhändlers begäbe oder wenn der stellvertretende Kabinettschef des Staatsoberhauptes beste Kontakte zu Mitgliedern der Waffenlobby unterhalte. "Wenn ein damaliger ÖVP- Finanzminister auf einer Jacht eines problembehafteten Privatbankers gemeinsam mit BAWAG-Flöttl auftaucht, ist das zu Recht ein Skandal. Wenn das Staatsoberhaupt in Waffenhändlerzirkeln verkehrt, soll das Normalität sein?" fragte Kickl. Fischer sei jedenfalls ein Mann mit ausgewiesener Doppel- und damit Scheinmoral. Wenn man in seinem Handeln einen durchgängigen "Wert" erkennen könne, dann es es allenfalls die internationale sozialistische Solidarität, und sonst gar nichts, schloß der freiheitliche Generalsekretär.

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