Zu wenig psychotherapeutische Hilfe für Opfer

Wien (OTS) - Es gibt zu wenig bezahlte Psychotherapieplätze für Kinder, Jugendliche und Familien. Zur Prävention gehört auch, dass rechtzeitig, wenn Probleme in Familien auftreten oder Kinder Auffälligkeiten zeigen, schnell professionelle Hilfe bereit gestellt werden kann.

Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) kämpft immer wieder einen ziemlich aussichtslosen Kampf um die flächendeckende Versorgung mit Kassenplätzen. Es scheitert immer an den zur Verfügung stehenden Geldmitteln. Es gibt keinen Gesamtvertrag für psychotherapeutische Heilbehandlung, somit auch keine Wahlpsychotherapeuten, die die Not an Therapieplätzen etwas mildern würden, Es wäre zumindest möglich, einen höheren Prozentsatz der Therapiekosten von der Kasse refundiert zu bekommen. Derzeit gibt es statt genügend Kassenplätzen nur die Möglichkeit eines Zuschusses, der seit 1991 gleich geblieben ist!

Ein breiter Schulterschluss ist begrüßenswert und notwendig, allerdings müssen auch die Mittel und Möglichkeiten bereit gestellt werden, um tatsächlich sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung Hilfestellung anbieten zu können.

Die VÖPP führt eine Liste von ExpertInnen, die speziell beim Thema Kindesmissbrauch Hilfestellung anbieten. Es wäre auch gut, die VertreterInnen der Berufsgruppe der PsychotherapeutInnen in die Expertengremien mit ein zu beziehen.

Es wäre wünschenswert, dass endlich wirklich Konsequenzen gezogen werden und es nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleibt, die medienwirksam kurzzeitig Thema sind, danach wieder verschwinden bis zum nächsten Ereignis.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Jutta Fiegl, Präsidentin der VÖPP

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