Das Minimum des Anspruchs (von Claudia Grabner)

Ausgabe 16. April 2010

Klagenfurt (OTS) - Der eine arbeitet redlich daran,zur
Kummernummer abzustürzen (Sie wissen schon: seine Sorgen um Kinderhirne und die mit Chips implantierten Köpfe der Menschheit). Die andere schreibt sich mit obskuren Aussagen zum Verbotsgesetz in die Geschichtsbücher. Der Dritte kann davon ausgehen, dass seine Wiederwahl eine gesicherte ist. Unterm Strich sieht Österreich einen Nicht-Wahlkampf erschreckenden Ausmaßes. Nicht, dass es darum ginge, "Action", "Hochspannung" zu ersehnen. Das nicht. Was man sich aber erwarten MUSS im Kampf um das immerhin und nach wie vor höchste Amt im Staate, ist ein Meinungsaustausch (im Idealfall auf hohem Niveau). Aber: Es gibt keinen Meinungsaustausch (und der Idealfall sei besser verschwiegen). Ergo bescheidet sich Österreich mit dem Minimum des Anspruchs - und debattiert eine Frage: die der dahinschrumpfenden Wahlbeteiligung ...

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