FCG-Wien-Landestag: Solidarität & Gerechtigkeit - Wir leben Werte!

Wien (OTS/FCG) - "Die FCG-Wien ist in der letzten Periode wieder stärker geworden. Erfolgreiche Betriebsratswahlen, aber vor allem die überaus erfolgreichen Personalvertretungswahlen zeigen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr wollen als Forderungen, die wie Seifenblasen zerplatzen. Sie wählen Persönlichkeiten, die für Werte stehen, die Werte täglich in der Betriebsarbeit leben und den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen", so Alfred Gajdosik, Landesvorsitzender der FCG-Wien, am 15. Landestag der FCG-Wien.

"Wir sind stärker geworden, aber die letzten Jahre waren nicht nur positiv. Nach einer wirtschaftlich guten Phase brach eine gewaltige Wirtschafts- und Finanzkrise über uns herein. Hohe Arbeitslosigkeit und zahlreiche Betriebe mit Kurzarbeit waren die Folge. Die Betriebe stellen keine Arbeitskräfte ein und eine Erholung ist nur sehr langsam zu erwarten. Eine Gruppe ist am meisten betroffen. Die jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finden keine Lehrplätze und mittlerweile sind 18.000 Jungendliche in überbetrieblichen Lehrwerkstätten und erhalten dort eine Ausbildung. Doch diese Ausbildung ist nicht so intensiv wie eine Ausbildung in einem Regelbetrieb. Jetzt ist die Wirtschaft gefragt. Wir müssen über eine Umstellung des Förderwesens nachdenken, damit wieder mehr Betriebe Lehrlinge ausbilden. Unsere Wirtschaft wird diese Fachkräfte brauchen, davor dürfen wir jetzt die Augen nicht verschließen", fordert Gajdosik.

Eine andere Gruppe, die von der Wirtschafts- und Finanzkrise besonders betroffen ist, sind die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gajdosik betont einmal mehr, dass die Wirtschaft nicht auf der einen Seite ein Auslaufen der so genannten Hacklerregelung fordert und auf der anderen Seite keine altersgerechten Arbeitsplätze zur Verfügung stellt. Ganz klar fordert die FCG-Wien von den Herren in der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung, dass auch sie aufgefordert sind, ihren Beitrag zu leisten.

"Das heißt aber nicht, dass wir unsere Forderung nach einer Verlängerung der Hacklerregelung aufgeben. Menschen, die 40 bzw. 45 Jahre in ein System eingezahlt haben und dieses über Jahrzehnte finanziert haben, sollen auch eine gerechte Pensionsregelung erfahren. Das erfordert die Systemgerechtigkeit. 45 bzw. 40 Jahre Beitragsleistung muss sich auch in Zukunft lohnen", fordert Gajdosik.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Rede von Gajdosik ist die Ökologisierung des Steuersystems. Hier pocht Gajdosik auf ein Gesamt-Steuerkonzept. Die FCG fordert seit Jahren diesbezügliche Konzepte. Für die FCG-Wien sei es nicht tragbar, dass hier ein 'Rosinenpicken' erfolgt. Klar abgelehnt werde eine Mineralölsteuererhöhung ohne im Gegenzug die Pendlerförderung und das amtliche Kilometergeld zu erhöhen. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind auf ihr Auto angewiesen, weil die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel oft einfach nicht gegeben ist.

"Was wir nicht wollen, ist eine weitere Belastung des Mittelstandes. Jene, die die Krise verursacht haben, sollen auch dafür zahlen", so Gjadosik abschließend.

Das gesamte Forderungspapier der FCG-Wien steht in Kürze auf der Homepage www.fcgwien.at zum Download bereit bzw. kann per E-Mail unter presse@fcg.at bestellt werden.

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