Frais: "Hallstatt muss ein lebendiger Ort bleiben und darf kein reines Museum werden"

Resolution einstimmig beschlossen: Denkmalschutz für Hallstatt nur im Einvernehmen mit Bevölkerung

Linz (OTS) - "Ich bin stolz auf Hallstatt und dankbar den
Menschen, die diesen Ort so gestaltet und erhalten haben. Allein das heutige Erscheinungsbild des malerischen Hallstatts beweist, dass die dortige Bevölkerung sich über Generationen um das Bewahren des historischen Erbes verdient gemacht hat. Ein Denkmalschutz ganzer Ortsteile von Hallstatt ohne Einvernehmen mit Gemeinde und Bevölkerung wäre daher vollkommen verkehrt. Anstatt die Energie und den Einsatz der BewohnerInnen zu würdigen, würde man sie durch Obrigkeitsverhalten vor den Kopf stoßen und dadurch die Absiedelung aus dem historischen Ortskern vorantreiben - aus einem lebendigen Ort würde ein starres Museum", warnt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

Die SPÖ hat daher eine Resolution an die Bundesregierung eingebracht, die vorsieht, dass der Denkmalschutz in Hallstatt nur im Einvernehmen mit der Bevölkerung ausgebaut werden dürfe. Diese Resolution wurde in der heutigen Landtagssitzung von allen Fraktionen beschlossen.

"Wenn es um die Lebens- und Wohnsituation eines ganzen Ortes im inneren Salzkammerguts geht, dann ist starres obrigkeitliches Vorgehen sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Das Bundesdenkmalamt wäre daher - auch im eigenen Sachinteresse - gut beraten das Gespräch mit den Hallstätterinnen und Hallstättern zu suchen, um eine gemeinsam getragene Lösung auszuarbeiten. Denn es ist klar, dass Hallstatt ein überaus schützenswerter Ort ist, dessen Bedeutung weit über die Grenzen Österreichs hinaus geht. Diese Fakten sind bereits durch den Status als UNESCO Weltkultur- und Naturerbe anerkannt. Dabei ist klar, dass es nicht im Interesse des Weltkultur-und Naturerbes sein kann, eine entvölkerte Region mit musealem Charakter zu schaffen. Es gilt daher im Einvernehmen mit der Bevölkerung Wege zu erarbeiten, um den Schutz des historischen Erbes auch für die Zukunft zu gewährleisten ohne dabei in die Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre der Menschen vor Ort über Gebühr einzugreifen", argumentiert der SP-Klubobmann. " Wer Hallstatt in seiner Bedeutung erhalten will, wird vielmehr nachdenken müssen, wie durch zusätzliche Arbeitsplätze und Bildungsmöglichkeiten gerade junge Menschen zur Fortführung des Generationen-Erbes im Ort gehalten werden können."

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