Windbüchler zur Novelle des Zivildienstes: "Fekter bleibt auf Diskriminierungskurs"

Ersatzlose Streichung der Gewissensklausel einzig gangbarer Weg

Wien (OTS) - "Die Vorschläge von Innenministerin Fekter zum Zivildienst sind an Absurdität nicht zu überbieten", erklärte die Zivildienstsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill. "Zivildiener im Nachhinein zum Nachholen von Teilen des Wehrdienstes zu verpflichten, wenn sie zur Polizei gehen wollen, ist zynisch und diskriminierend. Von einer Innenministerin wird ja auch nicht verlangt, sie müsse die Polizeigrundausbildung nachholen", ist die Grüne Zivildienstsprecherin empört über Fekters Idee. "Der einzig gangbare Weg ist die ersatzlose Streichung der Gewissensklausel beim Zivildienst. Sie ist einerseits nicht notwendig, andererseits würde somit endlich die Reform zur Gleichstellung von Wehrdienst und Zivildienst eingeleitet werden. Die Möglichkeit der freien Berufswahl ist allen zugänglich zu machen."

"Ich frage mich schon, was die Innenministerin hier für ein Berufsbild der Polizei vermittelt? Ein guter Polizist ist nur einer, der beim Bundesheer gelernt hat mit einer Waffe umzugehen? Ich bin davon überzeugt, dass auch jemand ein guter Ermittler sein kann der im Zivildienst gelernt hat Menschen zu helfen. Fekter will keine Reformen und keine Gleichstellung, sie will eine bewaffnete Truppe. Die Grünen wollen eine Polizei im Dienste ihrer BürgerInnen", so Windbüchler-Souschill.

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