FPÖ-Hofer: Bundesregierung nimmt ungenügende Gentechnik-Kennzeichnung einfach hin

Erwarte mir etwas mehr Aktivität und Courage in so heikler Materie

Wien (OTS) - Mit Unverständnis und Kritik reagiert der freiheitliche Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer auf eine Anfragebeantwortung seitens des Umweltministers. "Herr Berlakovich bestätigt zwar die Stichhaltigkeit Gentechnik-kritischer Studien, erklärt aber gleichzeitig die ungenügenden EU-Kennzeichnungsrichtlinien für sakrosankt. Das passt nicht zusammen."

Die FPÖ fordere seit Jahr und Tag eine Berücksichtigung auch tierischer Lebensmittel in der Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel. "Die Haarspalterei, ob ein tierisches Produkt von einem genmanipulierten Tier oder >lediglich< von einem mit Gentechnik gefütterten Tier stamme, ist wissenschaftlich unhaltbar", so Hofer. "Vielfach wurde bereits belegt, dass die widernatürlichen genetischen Interaktionen in einem mit Gentechnik ernährten Organismus ähnlich zu bewerten sind wie es im Falle direkt in den Organismus eingebrachter Fremdgene zu geschehen hat."

"Sich hier auf den passiven Nicht-Standpunkt zurückzuziehen und einfach eine, aus Gründen der Industriefreundlichkeit unausgegorene EG-Verordnung zu zitieren, ist schwach", erklärt Hofer, der abschließend festhält: "Wenn Österreich Gentechnik-frei werden will -die Betonung liegt auf werden, weil wir dank hunderttausender Tonnen importierter Gentech-Futtermittel eben nicht Gentechnik-frei sind! -braucht es klare Zielvorstellungen. Für die FPÖ können diese nur in Richtung eines generellen Gentechnik-Verbotes in Österreich gehen."

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