- 14.04.2010, 13:21:42
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Pirklhuber zu Aktionsplan Ernährung: "Richtige Ernährung ist die beste Medizin"
Grüne fordern gesunde Verpflegung in Schulen und Gemeinschaftsküchen
Wien (OTS) - "Internationale Studien zeigen, dass 7 der 15
Hauptrisikofaktoren für Krankheit und Tod in die Bereiche Ernährung
und Lebensstil fallen. Wir begrüßen die Vorlage eines Nationalen
Aktionsplans für Ernährung von Bundesminister Stöger und seine
Einladung zur Mitarbeit", kommentiert der Sprecher für
Lebensmittelsicherheit der Grünen Wolfgang Pirklhuber die heutige
Diskussion im Gesundheitsausschuss.
Eine besondere Notwendigkeit sieht Pirklhuber, bei jungen Menschen
anzusetzen: Bei österreichischen Schulkindern sind etwa 17 - 18 % der
Mädchen und 20 - 21 % der Buben im Alter von 6 bis 15 Jahren
übergewichtig oder adipös. Oft besteht ein enger Zusammenhang
zwischen der Häufigkeit von Adipositas und sozioökonomischen
Verhältnissen. Auch Bildung spielt eine besondere Rolle.
HauptschülerInnen weisen eine doppelt so hohe Adipositasprävalenz auf
wie SchülerInnen von Allgemein Bildenden Höheren Schulen. Bei
BerufsschülerInnen ist der Anteil übergewichtiger bzw. adipöser
Personen mit 26 % besonders hoch. "Flächendeckend gesundes Essen an
Kindergärten, Schulen und eine Verbesserung der Verpflegung in
Gemeinschaftseinrichtungen könnten daher einen wesentlichen Beitrag
zu einer neuen Ernährungskultur leisten", so Pirklhuber.
Nach dem österreichischen Ernährungsbericht wird in Österreich "zu
fett, zu salzig und zu süß" gegessen. Ernährungs- und
lebensstilassoziierte Erkrankungen führen zu
Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes. Auch in Österreich
waren im Jahr 2008 die größten Anteile an der Gesamtsterblichkeit auf
diese Erkrankungen zurückzuführen. Alarmierend ist auch, dass nach
Angaben des Österreichischen Ernährungsberichts 2008 rund 40 % der
erwachsenen Bevölkerung übergewichtig oder adipös ist. "Bildung und
Information über Ernährung, Bewegung und Gesundheit müssen daher zum
zentralen Bestandteil einer vorsorgenden Gesundheitspolitik werden",
fordert Pirklhuber.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:presse@gruene.at
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