- 14.04.2010, 12:08:44
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Größte Gefahr für Kinder lauert in der eigenen Wohnung
Hilfswerk, KfV und kika/Leiner starten gemeinsame Informationsoffensive, um endlich die Zahl der Kinderunfälle im Bereich Heim, Freizeit und Sport zu senken.

Wien (OTS) - "Die meisten Kinderunfälle passieren in den eigenen
vier Wänden, in der Freizeit und beim Sport. Erschreckend ist, dass
sich an dieser Tatsache in den letzten 20 Jahren nichts geändert hat.
Im Gegensatz zu Verkehr und Schule, wo die tödlichen Unfälle
drastisch zurückgegangen sind, stagniert der mit Abstand größte
Bereich", fasst Hilfswerk-Präsident Othmar Karas bei einer
Pressekonferenz, heute, Mittwoch, die dramatische Situation zusammen.
"Vielen sind die Unfallgefahren in der Wohnung oder näheren
Wohnumgebung nicht bekannt. Das Bewusstsein für Unfälle zu Hause oder
in der Freizeit muss daher geschärft werden", erklärt Othmar Thann,
Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV),
Kooperationspartner des Hilfswerks. "Es geht uns nicht darum, Kinder
in Watte zu packen", sagt Othmar Karas. "Die Kinder sollen sich
entfalten können und Risikokompetenz entwickeln." Aber, so Thann:
"Eltern und Aufsichtspersonen sind besonders gefordert, für ein
sicheres Umfeld zu sorgen. Entsprechende Vorkehrungen könnten hier
viele Unfälle verhindern."
"Als eine der größten Organisationen im Bereich der
Kinderbetreuung, Jugendarbeit und Familienberatung geht es uns neben
der laufenden Fortbildung unseres Personals insbesondere auch um die
Beratung und Information von Eltern und Interessierten. Darum starten
wir die Hilfswerk-Aktion SICHER SEIN. LEBEN LERNEN.", so Karas
weiter. Unter der Telefonnummer 0800 800 820 oder per E-Mail
(office@hilfswerk.at) kann das von Hilfswerk, KfV und kika/Leiner
erstellte Info-Paket kostenlos bezogen werden. Es enthält wertvolle
Tipps und Checklisten zu den Themen Kindersicherheit und
Kinderbetreuung. Beratung zur Kindersicherheit gibt es auch bei der
Hilfswerk Family Tour, die mit 63 Stationen durch ganz Österreich
führt. Start ist am 17. April beim Gewerbeparkfest in Tamsweg
(Salzburg).
Insgesamt verloren 2008 41 Kinder bei Unfällen ihr Leben, 23 davon
waren Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren. Tödlich verunglückten
Kinder vor allem durch Ertrinken, meist im Swimming-Pool oder
Gartenteich der Eltern oder in der näheren Umgebung. 11 Kinder
verloren 2008 auf diese Weise ihr Leben - 8 davon waren Kleinkinder.
Häufigste Unfallart von Kleinkindern ist der Sturz aus der Höhe:
10.200 Kinder unter 5 Jahren verletzten sich 2008 beim Sturz vom
Wickeltisch, vom Hochstuhl oder ähnlichem so schwer, dass sie im
Krankenhaus behandelt werden mussten.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Hilfswerk Österreich, Bundesgeschäftsstelle
Mag. Harald Blümel
Tel.: 01 / 40442 - 12, Mobil: 0676 / 8787 60203
mailto:harald.bluemel@hilfswerk.at
www.hilfswerk.at
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