Horner: "Frühpensionsaktion" soll offenbar fette Dividenden sichern

Umstrittener Personalabbau bei der Energie AG mit LH Pühringers Zustimmung

Linz (OTS) - Entschieden abgelehnt wird von der SPÖ Oberösterreich die von LH und ÖVP-Landeschef Pühringer verteidigte umstrittene "Frühpensionsaktion" bei der Energie AG. Erneut zeigt sich, dass die ÖVP nach der Wahl anders handelt, als vorher versprochen.
"Auf der einen Seite predigt Dr. Pühringer wie andere ÖVP-Spitzen und schwarze Industriebosse, dass die Menschen in Zukunft möglichst bis 70 arbeiten sollen. Andererseits hat er als Eigentümervertreter bei der Energie AG nichts dagegen, dass dort jetzt die Leute mit 51 bzw. mit 56 in Pension geschickt werden", zeigt SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Horner auf.

Die mehrheitlich im öffentlichen Besitz stehende Energie AG will bekanntlich bis zu 120 MitarbeiterInnen (Frauen ab 51, Männer ab 56) mit bis zu 79 Prozent ihres Letztbezugs in den Ruhestand schicken, "damit die Managementziele erreicht werden können". Die Sozialversicherungsbeiträge müssen die MitarbeiterInnen selbst zahlen.

"Das ist genau die doppelzüngige Art von Politik, wie sie Dr. Pühringer und die ÖVP vertreten: Auf der einen Seite wird die Hacklerregelung, bei der es um Langzeitversicherte geht, ständig verteufelt. Gleichzeitig werden aber im eigenen Bereich Leute nach Hause geschickt, die noch nicht einmal die für die Hacklerpension erforderlichen Versicherungszeiten erworben haben. Und das nur, damit das Management den Aktionären die geforderten hohen Dividenden zahlen kann!", so Horner.

Vor der Wahl und vor dem Verkauf der Energie AG habe die ÖVP ständig versprochen, der Verkauf von Anteilen an Private werde keine Nachteile für die Beschäftigten und die öffentliche Hand haben. Nun komme die Wahrheit ans Licht:
"Daraus entstehende finanzielle Belastungen sollen auf das Sozialsystem abgewälzt werden, um die geschmalzenen Gewinnvorgaben der Eigentümer einhalten zu können. Das ist genau die Negativentwicklung, vor der wir schon beim Verkauf der Energie AG an die Banken und vor der Landtagswahl eindringlich gewarnt haben!", prangert der SPÖ-Landesgeschäftsführer an.

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