• 12.04.2010, 13:36:29
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AK: Mit Berufsorientierung gleiche Berufschancen schaffen

Zweite Wiener Berufsorientierungsmesse in der AK Wien - AK Vizepräsident Bacher-Lagler fordert Berufsorientierung als eigenes verpflichtendes Fach

Wien (OTS) - "Alle jungen Leute sollen beste Chancen haben, den
für sie besten Beruf zu finden", sagt AK Vizepräsident Norbert
Bacher-Lagler. Bei der Eröffnung der zweiten Wiener
Berufsorientierungsmesse für LehrerInnen im AK Wien-Bildungszentrum
betont der AK Vizepräsident, wie wichtig Berufsorientierung in der
Schule ist: "Als Lehrerinnen und Lehrer können Sie in der Schule
ausgleichen, dass nicht alle Familien ihre Kinder gleich gut bei der
Berufswahl unterstützen können." Eine AK Studie zeige, dass
Akademikerkinder bei der Berufswahl allein durch den familiären
Hintergrund bessere Chancen haben als Arbeiterkinder: "Das müssen wir
durchbrechen." Noch gebe es einiges zu tun. Wichtig ist der
Arbeiterkammer, dass Berufsorientierung in der Schule ein
verpflichtendes eigenes Fach wird. Auf der Berufsorientierungsmesse,
die die AK gemeinsam mit dem Wiener Stadtschulrat und der
Pädagogischen Hochschule Wien veranstaltet, werden neue Methoden für
die Berufsorientierung präsentiert, und Aussteller vom AK Projekt
Arbeitswelt und Schule bis hin zum Arbeitsmarktservice präsentieren
ihre Angebote zur Unterstützung der Berufsorientierung.

Zur Berufsorientierung von 13-, 14-Jährigen soll es ein Mindestmaß
an "Realbegegnungen" mit der Arbeitswelt geben, jede/r SchülerIn soll
in der siebenten oder achten Schulstufe einmal ein Berufsinfozentrum
der Sozialpartner besuchen - oder die SchülerInnen sollen durch
Bewerbungstrainings in ihrem Auftreten gestärkt werden: Unter anderem
das hat vorigen Herbst die Unterrichtsministerin in einem Erlass
klargestellt. Auf der Berufsorientierungsmesse werden die Angebote
von acht AusstellerInnen dazu präsentiert. Das AK Projekt Arbeitswelt
und Schule stellt etwa seine Angebote für Bewerbungstrainings vor,
ebenso präsentieren das Arbeitsmarktservice, die Berufsinformation
der Wiener Wirtschaft oder "sprungbrett" für Mädchen, was sie zu
bieten haben.

"Wir leisten unseren Beitrag, und wir laden Sie ein, für Ihre
Schülerinnen und Schüler unsere Angebote zu nutzen", sagt AK
Vizepräsident Norbert Bachler-Lagler zu den LehrerInnen. Es sei jetzt
auch gelungen, mit der Pädagogischen Hochschule Wien eine
Ko-operationsvereinbarung über die Fortbildung von LehrerInnen zur
Berufsorientierung zu schließen. Die Vereinbarung wird auf der
Berufsorientierungsmesse offiziell besiegelt. Bacher-Lagler: "In der
Berufsorientierung spielen die Schulen die wesentliche Rolle. Uns von
der Arbeiterkammer ist wichtig, dass ein realitätsgerechtes Bild der
Arbeitswelt vermittelt wird und dass Arbeiterkinder auch bei der
Berufswahl gleich gute Chancen haben wie Akademikerkinder."

Der Erlass der Unterrichtsministerin ist für die Arbeiterkammer
ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Berufsorientierung. Die
Arbeiterkammer möchte, dass demnächst der nächste Schritt gemacht
wird: Berufsorientierung soll ein eigenes, verpflichtendes Fach in
den Schulen werden. Und Berufsorientierung soll außer in den Schulen
für die 10- bis 14-Jährigen auch in den Oberstufenschulen
verpflichtend werden.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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