Karl würdigt Kunschak-Preisträger Martens: Er ist mitverantwortlich dafür, dass die Werte der Christdemokratie die Werte Europas bleiben

Festrede der Wissenschaftsministerin bei der Kunschak-Preisverleihung im Parlament

Wien (OTS/ÖVP-PK) - =

"Leopold Kunschak hat die Gefahren erkannt,
die durch sozialen Unfrieden entstehen und er war stets ein Vorkämpfer für die Rechte jener, die es nicht so leicht hatten. Ich möchte seine Verdienste auch als Grundlage sehen für die Aufgaben, die nun in der heutigen Politik auf uns warten: Wir haben - in der schwersten Krise seit dem Bestehen der Zweiten Republik - Österreichs Absturz in Sachen Wirtschaftsleistung, Arbeitsplätze verhindert und damit Wohlstand und soziale Sicherheit vor der Krise gerettet." Das erklärte Wissenschaftsministerin Dr. Beatrix Karl heute, Freitag, in Vertretung von Finanzminister Josef Pröll in ihrer Festrede anlässlich der 45. Leopold Kunschak-Preisverleihung im Parlament und gratulierte dem Präsidenten der Europäischen Volkspartei, Dr. Wilfried Martens, und auch den weiteren Preisträgern in den Kategorien Wissenschaft und Presse herzlich. Die Ministerin konnte 2004 selbst den Leopold Kunschak Wissenschaftspreis für ihre Habilitation entgegennehmen. ****

"Uns muss aber bewusst sein: Das Jahr 2010 ist das Schlüsseljahr bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise. Denn: Diese Krise ist noch nicht überstanden. Auch wenn die Krise im Bewusstsein der Menschen langsam verschwindet: Die Arbeitsmarktdaten geben noch keinen Anlass zur Entspannung. Dennoch müssen wir nach vorne schauen und Chancen nützen. Wissenschaft und Forschung kommt dabei eine besondere Rolle zu - es geht um die echten Fragen der Zukunft", so die Ministerin weiter.

"Wissen schafft Arbeit" - dies sei das Motto für sie als Ministerin. Im internationalen Wettbewerb, ganz besonders jetzt während der Krise, könne Österreich seinen Vorsprung als Wirtschaftsstandort nur als Wissenschaftsstandort halten. Forschung und Wissenschaft seien die Basis für die Jobs der Zukunft. Es gehe um die exzellente Ausbildung von Fachkräften genauso wie um Innovationen, mit denen sich österreichische Unternehmen im harten Wettbewerb behaupten können, und um Bildung, die die Grundlage unserer Wissensgesellschaft sei. Es sei daher erfreulich, dass Finanzminister Josef Pröll im Zuge der geplanten Ökologisierung des Steuersystems 100 Millionen Euro zusätzlich für Wissenschaft und Forschung in Aussicht gestellt hat. "Das ist ein klares Signal und die Initialzündung dafür, dass wir unsere Wissensgesellschaft noch weiter ausbauen können. Forschung und Wissenschaft müssen sich auch ihrer sozialen Verantwortung noch mehr als bisher bewusst werden. Wissen ist die Grundlage für mehr Jobs, für mehr Wohlstand, aber auch für die Lösung der brennenden sozialen Fragen und Probleme."

Die Herausforderungen unserer Zeit seien aber nicht nur auf der nationalen Ebene zu lösen. Die Europäische Union habe sich in der Krise besonders bewährt und sich als starke Gemeinschaft erwiesen, die die richtigen Antworten selbst auf die schwierigsten Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte habe, verwies Karl auf die Strategie "Europa 2020". "Dieser gute Weg ist geprägt von der konstruktiven und vernünftigen Politik der Europäischen Volksparteien. Die Christdemokratie am europäischen Kontinent teilt Werte. Es sind auch die Prinzipien, die Leopold Kunschak geprägt haben und nach denen sich Europa nun orientiert, um die Krise hinter sich zu lassen und in Zukunft auf neues Wachstum bauen zu können", verwies die Ministerin auf die christdemokratischen Grundpfeiler wie beispielsweise Subsidiarität, der Solidarität, die persönliche Freiheit des Einzelnen oder die soziale Verantwortung des Einzelnen für die Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Toleranz. Über all dem stehe das Gemeinwohl. "Darauf bauen die christdemokratischen Volksparteien in ganz Europa und in Zukunft das neue Wachstum in Europa auf." Wilfried Martens habe die Arbeit der Europäischen Christdemokratie seit vielen Jahren entscheidend mitbestimmt. Als Vorsitzender der EVP sorge er in der ersten Reihe dafür, dass die Werte der Christdemokratie die Werte Europas sind und bleiben, gratulierte die Ministerin dem Preisträger.
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