VP-Ekici ad Häupl: Eingeständnis, dass Integration keine Einbahnstraße ist, kommt 15 Jahre zu spät, Herr Bürgermeister!

Nervosität auf Seiten der SPÖ nimmt zu

Wien (OTS) - Nach 15 verlorenen Jahren erkennt SPÖ-Chef Häupl spät aber doch, dass Integration keine Einbahnstraße ist und ruft in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Botschafter, S.E. Kadri Ecvet Tezcan, dazu auf, die Sprache zu erlernen, um sich zu integrieren. "Diese Einsicht kommt leider 15 Jahre zu spät, Herr Bürgermeister. Fakt ist jedenfalls, dass Integrationspolitik in Wien nicht stattfindet - es sei denn, dass Wahlen vor der Türe stehen. So waren die "Mama lernt Deutsch"-Kurse keine Idee der SPÖ, sondern eine jahrelange Forderung der ÖVP Wien, die wie so viele Ideen der ÖVP in den letzten Jahren übernommen und als eigener Erfolg verkauft wurde -nachdem man Jahre lang erklärt hatte, dass es keinen Bedarf gebe. Offenbar nimmt die Nervosität auf Seiten der SPÖ zu - anders sind die zahlreichen Versuche der SPÖ, den Wienerinnen und Wienern Geschäftstüchtigkeit vorzugaukeln, nicht zu erklären", so heute die Integrationssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Sirvan Ekici.

"Anders als von Häupl heute erklärt, ist die Realität der türkischen Migranten in Wien nicht rosig und verwendet man auch noch so eine rosa Brille. Tatsache ist, dass türkische Jugendliche in Sonderschulen abgeschoben werden und nur selten einen erfolgreichen Bildungsweg bestreiten. Diese insbesondere deshalb, weil auch diese Jugendlichen nur dann von Bedeutung für Häupl sind, wenn Wahlen anstehen - am 11.10.2010 werden sie bereits wieder vergessen sein und alles weitergehen wie gehabt. Die Integrationspolitik in Wien ist ein reiner Fleckerlteppich - was wenig verwundert, fehlt doch in Wien noch immer ein Integrationskonzept und fristet die Integrationspolitik mit einem Jahresbudget von läppischen 8 Millionen Euro ein Schattendasein in Wien - zum Vergleich: das Praterdebakel kostete die Wienerinnen und Wiener 60 Millionen Euro", so Ekici.

Wir bekennen uns zur schulischen Sprachförderung für Menschen mit Migrationshintergrund, werten Häupls Vorschlag einer Türkischen Schule jedoch als Ablenkungsmanöver. Die ÖVP Wien sieht anders als Bürgermeister Häupl mehr Handlungsbedarf bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. "Bei Häupl stimmt das Prioritätenverhältnis einfach nicht! Zu aller erst muss sichergestellt sein, dass die Wienerinnen und Wiener türkischen Ursprungs die deutsche Sprache beherrschen. Ohne das Erlernen der Landesprache wird Integration nicht funktionieren. Da hilft auch ein Türkisches Gymnasium wenig. In Wien muss mehr getan werden, als ständig über Prestigeprojekte zu philosophieren. 15 Jahre Häupl waren 15 verlorene Jahre für Wiens Integrationspolitik. Frischer Wind ab dem 10.10.2010 ist angesichts des Versagens von Häupl garantiert", betont Ekici abschließend.

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