Hundstorfer stellt österreichische Aktivitäten für das "Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011" vor

Professionalisierung des Freiwilligenmanagements soll vorangetrieben werden

Wien (OTS/BMASK) - Bei der heutigen 6. Sitzung des
Österreichischen Rates für Freiwilligenarbeit hat Sozialminister Rudolf Hundstorfer die Ziele des "Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit zur Förderung der aktiven Bürgerbeteiligung 2011" vorgestellt.
"Das Europäische Jahr soll den Wert der Arbeit der Freiwilligen für die Gesellschaft unterstreichen. Die Förderung der aktiven Bürgerbeteiligung stellt ein zentrales Element bei der Förderung des Zusammenhalts und der Entwicklung der Demokratie dar, weil sie europäische Werte wie Solidarität und Nichtdiskriminierung in die Tat umsetzt und damit einen Beitrag zur harmonischen Entwicklung der europäischen Gesellschaften leistet", erklärte Hundstorfer. ****

"In Österreich werden wir uns, wie wir das gerade in unserem Modellprojekt - ULF-Unabhängiges-Landes-Freiwilligenzentrum - in Oberösterreich erproben, verstärkt der Professionalisierung des Freiwilligenmanagements widmen. Die Gewinnung, Beratung und Begleitung vieler neuer Freiwilliger, über Generationen, Kulturen und soziale Schranken hinweg wird ein wichtiger Schwerpunkt sein. Jüngere und ältere Menschen möchten wir gleichermaßen dazu ermutigen, aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitzuwirken", erklärte Hundstorfer.

Als Vernetzungs- und Beratungsdrehscheiben sollen die 10 Freiwilligenzentren dienen, die über das Freiwilligenportal im Internet www.freiwilligenweb.at erreichbar sind. Das Freiwilligenweb wird zur zentralen Informationsanlaufstelle ausgebaut.

"Freiwilliges Engagement macht Karriere"

"Freiwilliges Engagement macht Karriere", mit diesem Slogan wollen wir jungen Menschen zeigen, dass sich durch freiwilliges Engagement auch vieles lernen lässt, das man in der Arbeitswelt gut brauchen kann", streicht Hundstorfer die wertvollen Lernerfahrungen, die durch freiwillige Tätigkeiten erworben werden können, hervor. Vor diesem Hintergrund wurde vor kurzem der "Österreichische Freiwilligenpass" neu aufgelegt. Mit dem Freiwilligenpass können freiwillige Tätigkeiten und die dadurch erworbenen Fähigkeiten objektiv nachgewiesen werden, was speziell bei Bewerbungen und bei der beruflichen Weiterentwicklung konkrete Vorteile bringen kann.

Koordiniert werden alle österreichischen Aktivitäten des Europäischen Freiwilligen Jahres im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, dem die Federführung bei der Umsetzung des Europäischen Freiwilligenjahres obliegt. Ein Lenkungsausschuss wird bis zum Sommer ein österreichisches Arbeitsprogramm mit allen Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Städte und Gemeinden, der Sozialpartner und der Freiwilligenorganisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen erarbeiten und an die Europäische Kommission übermitteln.

Rund ein Viertel der EuropäerInnen sind im Freiwilligensektor aktiv

Die Bedeutung des freiwilligen Engagement lässt sich an eindrucksvollen Zahlen deutlich machen: Rund 92 bis 94 Millionen Erwachsene (ab 15 Jahren), das sind rund 22 bis 23 Prozent der Europäerinnen und Europäer, sind im Freiwilligensektor aktiv. In der Studie der Europäischen Kommission über Freiwilligentätigkeiten in den 27 EU-Mitgliedsstaaten "Volunteering in Europe" schneidet Österreich sehr gut ab und liegt unter den führenden Staaten in der Europäischen Union. Sehr hoch, mit mehr als 40 Prozent Freiwilligen, rangieren neben Österreich, die Niederlande, Schweden und Großbritannien.

Hundstorfer zeigt sich abschließend zuversichtlich, dass unter Mitwirkung aller Akteure, insbesondere auch der Medien, das Europäische Jahr 2011 nicht nur einen wichtigen Impuls darstellen wird, sondern dass durch die gemeinsamen Aktivitäten nachhaltige Schritte gesetzt werden, um das hohe Niveau von freiwilligem Engagement in Österreich auch für die Zukunft zu gewährleisten. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Elisabeth Kern, Pressesprecherin des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2247
www.bmask.gv.at

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