ÖAMTC zu Plänen der Stadt Graz: Fahrverbotszonen gänzlich falscher Weg

Club warnt vor massiven Einschränkungen ohne messbaren Effekt für die Umwelt

Wien (OTS) - "Keinen Nutzen für die Umwelt, dafür ein Plakettenchaos mit hohem bürokratischen Aufwand" - das ortet der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher, angesichts der heutigen Ankündigung der Stadt Graz, im kommenden Jahr "Umweltzonen" einführen zu wollen. Diese Fahrverbotszonen haben sich bereits in Deutschland als verwirrend, schwer administrierbar und sinnlos erwiesen. Die Einführung hat nämlich laut einer Studie zu keiner nennenswerten Verbesserung der Luftqualität geführt. "Es ist absolut unverständlich, warum man diesen Fehler nun in Österreich wiederholen will. Selbst Umweltexperten bezweifeln die Sinnhaftigkeit der Maßnahme", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Der Club kritisiert Fahrverbotszonen als ineffektiv, kostenintensiv, unübersichtlich und unfair.

Laut Angaben der Stadt Graz wären rund zehn bis zwanzig Prozent des Pkw-Fuhrparks von den Fahrverboten betroffen. "Diese Angaben zeigen bereits, wie unausgegoren das Ganze ist", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Man kann doch nicht schnell einmal schikanös rund 20 Prozent des Fahrzeugbestandes abstellen. Ganz abgesehen davon, dass die kolportierten Zahlen falsch sind. Wenn man wirklich alle Diesel-Fahrzeuge, die Euro 3 und älter sind, sofort mit Fahrverboten belegt, trifft das auf einen Schlag rund 40 Prozent des Autobestandes. Das ist eine Vernichtung von Volksvermögen, noch dazu ohne Nutzen für die Umwelt."

Basis für die Fahrverbote soll eine Novelle des IG-Luft sein. Der Entwurf war von allen Seiten so kritisiert worden, dass er nun neu überarbeitet werden muss. Der ÖAMTC fordert das Umweltministerium vehement auf, klare Regeln zu schaffen, die nur sinnvolle Maßnahmen im Sinne von Umwelt und Mobilität ermöglichen. "Und davon gibt es genug", stellt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung klar. Zum Beispiel funktionierende Grüne Wellen, Verkehrstelematik, leistbare Park&Ride-Plätze, attraktive Umstiegs-Schnittstellen zu den Öffis, Garantien für bestehende Steuerbegünstigungen alternativer Antriebe/Kraftstoffe, Förderungen beim Kauf von alternativ betriebenen Autos und eine stärkere steuerliche Differenzierung nach Verbrauch und Abgaswerten.

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