Wirtschaftskammer begrüßt Karls Entwicklungskonzept für das Fachhochschulwesen

Jährlicher Zuwachs von zusätzlichen 400 Studienplätzen notwendig

Wien (OTS/PWK276) - Als "Punktlandung" bezeichnete heute,
Freitag, der Leiter der Bildungspolitischen Abteilung in der WKÖ, Michael Landertshammer, die Ankündigung von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl, verstärkt in den Fachhochschulsektor zu investieren.

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"Uns ist es im Hochschulwesen immer darum gegangen, jene Studienanbieter zu fördern, deren AbsolventInnen als Erfolgs- und Leistungsträger der Weiterentwicklung unseres Landes gelten können." Die Fachhochschulen leisten hier durch ihre Praxisnähe und ihre fundierte Ausbildung einen wichtigen Beitrag. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es konsequent, zusätzliche Mittel dort zu konzentrieren, wo sie größtmögliche Verbesserungen bewirken und das ist, so Landertshammer, eindeutig das Fachhochschulwesen.

"Nach unseren Vorstellungen, die wie schon im Vorjahr Karls Amtsvorgänger unterbreitet haben, benötigen wir bis 2015 im Fachhochschulwesen einen jährlichen Zuwachs von 400 zusätzlichen Studienplätzen im Bereich jener Studienrichtungen, in denen seitens des Arbeitsmarktes ein entsprechender Bedarf erkennbar ist", so Lan-dertshammer. Gesucht sind insbesondere Absolventen technischer Fachrichtungen (Ingenieurwissenschaften und technischer Naturwissenschaften) sowie der Informationstechnologien. Im Vollausbau erwachsen nach seiner Schätzung für eine solche Maßnahme jährliche Zusatzkosten in Höhe von vergleichsweise rd. 10 Mio Euro, denn auch hinsichtlich des Verhältnisses von Leistung und Ertrag sind die Fachhochschulen richtungweisend.

"Lernen, was man wirklich braucht, ist also keine Leerformel, sondern zumindest im Fachhochschulwesen eine Realität", ist Landertshammer überzeugt. "Und überdies brauchen wir sinnvolle Alternativen zu den überlaufenen Massenstudien an den Universi-täten. Unser erklärtes Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 eine jährliche FH-Absolventenzahl von 15.000 zu erreichen. Die daraus resultierende Entlastung der Universitäten ermöglicht außerdem die erwünschte Stärkung des Wissenschaftsbetriebes an eben dien Einrichtungen. Der Wissenschaftsrat sieht das übrigens recht ähnlich", stellt Landertshammer abschließend fest. (us)

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