FPÖ: Stellungnahme zu Berichten über tätliche Bedrohung gegen HC Strache

Wien (OTS) - "Aufgrund verzerrter Medienberichte der letzten Tage
im Zusammenhang mit einer tätlichen Bedrohung gegen FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache am 5. April sieht sich die FPÖ gezwungen, eine Richtigstellung vorzunehmen. Ursprünglich lag es nicht in unserer Absicht, öffentlich zu den Ereignissen Stellung zu beziehen, weil die Freiheitlichen in einem - u.a. durch die vielfach leider undifferenzierte Berichterstattung zu Manipulationen mit Skinheads, zu Gewaltvideos etc. - aufgeheizten politischen Klima keinerlei Anreize für mögliche Nachahmungstäter geben wollen. Die persönliche Sicherheit unseres Bundesparteiobmannes steht an oberster Stelle. Die leider mehrfach in krassem Widerspruch zum tatsächlichen Geschehen stehende Berichterstattung mancher Medien macht den Schritt einer Darstellung der Ereignisse entgegen unserer eigentlichen Intention aber leider notwendig. Mit dieser Darstellung, für die es entsprechende Zeugen gibt, weisen wir alle anderen Interpretationen und Darstellungen der Ereignisse in diversen Medien auf das schärfste zurück", erklärte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl.

HC Strache befand sich in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag mit seiner Freundin und mehreren Bekannten in einem Lokal im 3. Wiener Gemeindebezirk. Gegen 2 Uhr früh wollte ein Mann mit den Worten "Nazi-Schwein, ich bringe dich um" und einer Flasche in der Hand auf Strache losstürmen, wurde aber von dessen Sicherheitsleuten abgewehrt. In der Folge wurde beobachtet, dass sich der Mann in Gesellschaft eines weiteren Mannes und einer Frau befand. Diese suchte wenig später den Kontakt mit Strache und führte ein Gespräch über politische Fragen mit ihm. Im Anschluss wurde von Straches Bekanntem M. gesehen, dass der Mann, der zuvor in äußerst aggressiver Art und Weise auf den FPÖ-Obmann zugekommen, jedoch abgewehrt worden war und sich dann in einigen Metern Abstand zu HC Strache befand und diesen mit seinem Blick fixierte, unter einer Jacke ein Stanley-Messer verborgen hatte. In dieser Situation ist der Satz "Ich stech das Nazi-Schwein ab", ausgesprochen von eben diesem Mann, von einem Zeugen vor Ort gehört worden. M. ergriff daraufhin die Initiative und überwältigte den Mann. Straches Sicherheitsleute wurden sofort von der Gefahrensituation informiert, woraufhin diese mit Strache umgehend den Gefahrenbereich im Lokal verließen. Einer der beiden Sicherheitsleute begab sich später noch einmal in das Lokal, die Person, die Strache zunächst attackiert hatte und bei der dann das Messer gesehen worden war, hielt sich aber nicht mehr dort auf. Am selben Tag wurde in Folge durch einen Mann des Sicherheitsteams bei der Polizei Anzeige erstattet.

Mediale Ausführungen bezüglich eines Videos von den Ereignissen sind nur dahingehend korrekt, als von HC Strache darauf verwiesen worden ist, dass es im Lokal auch ein System von Videoaufzeichnungen geben würde. Was auf entsprechenden Überwachungsvideos zu sehen oder nicht zu sehen sei, welche Teile des Lokals überwacht würden etc. entziehe sich der Kenntnis der FPÖ und HC Straches. Anderslautende Darstellungen in diversen Medien entsprechen nicht den Tatsachen.

"FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache wird dazu den Medien keine Auskünfte erteilen, um die Ermittlungsarbeit der Exekutive nicht zu gefährden. Ich appelliere an die Medien, im Umgang mit Ereignissen wie dem vorliegenden in der Darstellung die notwendige Sensibilität, Seriosität und Objektivität an den Tag zu legen und insbesondere von einer zwar vielleicht auflagenfördernden, aber sachlich nicht gerechtfertigten Strategie der Verharmlosung handfester Gewalt und auch von Aktionen, die ein Klima der Gewaltbereitschaft miterzeugen, Abstand zu nehmen. Ausdrücklich nehme ich jene Vertreter der Medien im Print- und elektronischen Bereich von meiner Kritik aus, die sich in der Vergangenheit um differenzierte und sachliche Darstellung bemüht haben und sich nicht zu reißerischen Berichten abseits der Sachverhalte haben hinreißen lassen", schloss Kickl.

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