Störungen bei Fernsehempfang mit DVB-T-Empfängern durch neue Frequenzvergabe möglich

Gefahr von erheblichen Empfangsstörungen durch Neuvergabe von Frequenzen ("Digitale Dividende") - Krejcik: "Elektrohandel lässt Kunden keinesfalls im Stich"

Wien (OTS/PWK274) - Mehr als ein Drittel der Bevölkerung in
mehr als 1 Million Haushalten in Österreich empfängt TV-Programme digital terrestrisch. Dazu wird ein sogenannter DVB-T-Empfänger verwendet. Durch die geplante Neuvergabe von Funkfrequenzen, die durch die TV-Digitalisierung in Österreich frei geworden sind bzw. werden, die so genannte "Digitale Dividende", können nach übereinstimmenden Angaben verschiedener technischer Institute erhebliche Empfangsstörungen auftreten, die bis zum totalen Bildausfall führen. Die Hersteller dieser Receiver sehen keinerlei Möglichkeit, eine Umrüstung oder Adaptierung vornehmen zu können. Ein reibungsloser Empfang ist somit meist nur durch einen gänzlichen Austausch des DVB-T-Empfängers gewährleistet.

Das Bundesgremium des Elektrohandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat nun eine rechtliche Prüfung in Auftrag gegeben, wer für die Beseitigung von möglicherweise eintretenden Störungsfällen zum Schadenersatz herangezogen werden kann. Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik: "Es stellt sich nämlich das Problem, dass bei Bildstörungen, verursacht durch die möglicherweise Änderung der Empfangssituation, Gewährleistungs- und Garantieansprüche geltend gemacht werden."

Noch sei unklar, bei wie vielen Fernsehzuseherinnen und -zusehern, die diese DVB-T-Empfänger verwenden, es tatsächlich zu diesen massiven Bildstörungen kommen wird, so der Branchensprecher des heimischen Elektrohandels. Das ist abhängig von verschiedenen Faktoren. So berichtet dazu zum Beispiel die deutsche Presse, etwa der "Spiegel", "dass es mit der Einführung der neuen Mobilfunktechnik LTE zu massiven Störungen deutscher Fernsehgeräte kommen könnte." "Der österreichische Elektrohandel wird seine Kunden keinesfalls im Stich lassen", unterstreicht Krejcik. Allerdings könne der Handel schwerlich die Kosten übernehmen, die den Konsumenten einen weiterhin störungsfreien Empfang sichern. (JR)

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