Stöger: Studie zum Tabakgesetz zeigt breite Zustimmung der Österreicher

Kampagne für Bewusstseinsbildung in den Startlöchern

Wien (OTS/SK) - "Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung befürwortet das Tabakgesetz", so Gesundheitsminister Alois Stöger am Donnerstag bei einer Pressekonferenz, in deren Rahmen er gemeinsam mit der Geschäftsführerin des IFES (Institut für empirische Sozialforschung) Imma Palme die Ergebnisse der Evaluierung des Tabakgesetzes präsentierte. Wie bereits am Beginn seiner Amtszeit angekündigt, gab Gesundheitsminister Stöger nach einem Jahr Praxistest die Evaluierung des Tabakgesetzes in Auftrag. Befragt wurden Bevölkerung, Gastronomen und Beschäftigte in der Gastronomie. Das zentrale Evaluierungsergebnis: Raucher wie Nichtraucher stehen mehrheitlich hinter der österreichischen Lösung. Wichtig ist der Bevölkerung aber, dass das Gesetz auch eingehalten wird und es in der Gastronomie eine räumliche Trennung von Nichtraucher- und Raucherbereichen gibt. ****

"Es ist wichtig, dass die Gastronomie das Gesetz auch tatsächlich umsetzt, hier gibt es noch Verbesserungspotential. Klar ist: Ab 1. Juli muss das Tabakgesetz tatsächlich umgesetzt sein, da gibt es keine Ausreden mehr. Der Hauptraum hat der Nichtraucherraum zu sein", bekräftigte der Gesundheitsminister dazu. Ab 1. Juli endet die Übergangsfrist für den Umbau der Lokale und "sie wird auch nicht verlängert", so Stöger, der weiters betonte: "Als Gesundheitsminister freue ich mich über jene Wirte, die die Qualität ihrer Gaststätte verbessern, indem sie ihr Lokal zum Nichtraucherlokal machen". Massive Umsatzrückgänge müssten, so die Studie, nicht erwartet werden. Zum einen sei die Mehrheit der Bevölkerung, nämlich 55 Prozent, Nichtraucher. Die Evaluierung habe außerdem ergeben, dass eine Umverlagerung der Kundengruppen stattfinde - wo Raucher den Lokalen fernbleiben, kommen nichtrauchende Kunden hinzu, es bleibe also keine Lücke.

Kampagne für Bewusstseinsbildung und Jugendschwerpunkt in Arbeit

Um den Nichtraucherschutz verstärkt einzuhalten, kündigte Gesundheitsminister Stöger einige Maßnahmen an. So habe er eine Kampagne in Auftrag gegeben, die noch vor dem Sommer gestartet wird. Das Ziel: "Bewusstseinsbildung für besonders gefährdete Gruppen", so Stöger. Das seien jene, die besonders viel rauchen. Einen Schwerpunkt wird der Gesundheitsminister darüber hinaus im Bereich der Kinder-und Jugendgesundheit legen, um "die Jugend vom Rauchen wegzubringen". Drittens hat Stöger mit WKÖ-Präsident Leitl Möglichkeiten erörtert, wie die Interessenvertretung der Wirtschaft verstärkt ihren Beitrag zur Information der Wirte leisten kann. Und schließlich lässt Stöger gerade prüfen, welche Inhalte eine mögliche Weisung haben kann, die ab 1. Juli die Höhe der Strafen bestimmt. "Die Strafen sollen deutlich spürbar werden und an die ökonomischen Gegebenheiten des jeweiligen Lokals angepasst sein", erläutert Stöger.

70 Prozent der Österreicher für räumliche Trennung

IFES-Geschäftsführerin Palme informierte über die konkreten Ergebnisse der Evaluierungsstudie. Einige zentrale Daten: "Eine deutliche Mehrheit, nämlich knapp 70 Prozent, findet es wichtig, dass es eine Trennung von Nichtraucher- und Raucherbereich in Lokalen gibt", so Palme. Geraucht wird am liebsten bei Lokalbesuchen (91 Prozent) - das zeige, dass gerade in diesem Bereich der größte Handlungsbedarf besteht. Ein generelles Rauchverbot hingegen befürwortet nur knapp ein Fünftel aller Österreicher, knapp drei Viertel bevorzugen die räumliche Trennung. (Schluss) bj

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