Darabos besuchte Luftunterstützung und die "Vierte" in Oberösterreich

Minister übergab "fliegendes Hospital" an Truppe

Wien (OTS/BMLVS) - Heute, Donnerstag, übergab
Verteidigungsminister Norbert Darabos in Linz-Hörsching das weltweit einzigartige Sanitätsmodul des Lufttransportflugzeuges C-130 Hercules an das Kommando Luftunterstützung. Danach besuchte der Minister die 4. Panzergrenadierbrigade in Ried im Innkreis, um sich von der Kompetenz und Professionalität der Soldatinnen und Soldaten zu überzeugen.

Mit der Einführung des C-130 MEDEVAC-Moduls werden nun die Fähigkeiten der Luftunterstützung um einen wichtigen Aspekt erweitert - den Aspekt der Sicherheit für unsere eingesetzten Soldatinnen und Soldaten. Es geht konkret um die Fähigkeit zum Transport von erkrankten oder verletzten Personen oder Soldaten über weite Strecken - und in einer den heutigen Anforderungen entsprechenden Umgebung, betreut von medizinischen Spezialisten und unter Verwendung modernster Medizintechnik. Das C-130 MEDEVAC-Modul wurde für das Österreichische Bundesheer von Grund auf neu entwickelt und kostet 1, 2 Millionen Euro. Mit dem lärm- und vibrationsgedämpften "fliegenden Hospital" können zwei Intensivpatienten oder bis zu 9 Patienten ohne Intensivbetreuung sowie medizinisches Begleitpersonal (bis zu fünf Personen) transportiert werden. Das Modul verfügt u.a. über eine eigene Stromversorgung, die die medizinischen Systeme für mindestens sieben Stunden autonom in Betrieb halten kann. Das System ist weltweit einzigartig, mehrere ausländische Luftwaffen haben bereits ihr Interesse an der Beschaffung einer derartigen Einrichtung bekundet.

"Diese Investition zeigt, dass Schritt für Schritt im Rahmen des vorhandenen Budgets Maßnahmen zur Verbesserung der Geräte und damit zu Verbesserung der Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten gesetzt werden. Es werden große Anstrengungen unternommen, die Geräte, die Ausstattung und die Kasernen zu erneuern. Das weltweit einzigartige MEDEVAC-Modul für die C-130 ist ein sehr gutes Beispiel dafür", so der Minister in seiner Ansprache.

Besuch bei der "Vierten" in Ried
Danach folgte ein Besuch des Ressortchefs bei der 4. Panzergrenadierbrigade in Ried im Innkreis, um sich persönlich ein Bild von der Kompetenz, Professionalität und Einsatzfähigkeit der Soldatinnen und Soldaten zu machen. Die Brigade hat dem Minister und den Medienvertretern in der Zehner-Kaserne in Ried die einzelnen Elemente präsentiert: An deren Spitze die Aufklärung, gefolgt von Panzern, Grenadieren, Infanterie und Führungselementen, dahinter Versorgungs- und Unterstützungselemente wie ABC-Abwehr, Artillerie, Pioniere sowie Fliegerabwehr, Sanität, Rette- und Bergemittel. All diese Truppengattungen benötigt eine Brigade zur Auftragserfüllung im In- und Ausland.

Der Kommandant der 4. Panzergrenadierbrigade, Brigadier Robert Prader konnte mit Stolz eine 70% Einsatzbereitschaft seiner Panzer melden. Die 4.Panzergrenadierbrigade beschäftigt rund 3.500 Menschen (einschließlich Grundwehrdienern) in den Garnisonen Ried i. Innkreis, Wels, Linz, Freistadt, Amstetten, Allentsteig und Horn. Die "Vierte" ist ein mechanisierter Großverband des Österreichischen Bundesheeres und besitzt 280 gepanzerte Gefechts- und 820 Räderfahrzeuge. Im Jahr 2008 war die 4.Panzergrenadierbrigade als erstes Österreichisches Kommando im Auslandseinsatz unter NATO Führung im Kosovo tätig. Ein großer Ausbildungshöhepunkt im Inland war die Durchführung der Großübung "Handwerk 2009" mit ca. 3000 Soldaten in Allentsteig.

"Die Vierte ist ein Verband des österreichischen Bundesheeres, der mit Profis arbeitet und dessen Ziel es ist, seine Angehörigen zu den Besten ihres Faches zu entwickeln. Ich bin von der hohen Qualität, Kompetenz und Professionalität der Truppe beeindruckt", sagt Verteidigungsminister Norbert Darabos.

Topmoderne Ausbildungsanlagen
Dem hohen Besuch sind auch die verwendeten Ausbildungsanlagen des Bundesheeres vorgeführt worden. "In diesem Bereich zählen wir in Europa zur Spitze! Die Verwendung des Duellsimulationssystems der Echtzeitauswertung trägt wesentlich zum Gelingen von Übungen bei und motiviert alle Soldaten in ihrem Handeln", so der Kommandant der 4.Panzergrenadierbrigade Brigadier Mag. Robert Prader. Aber nicht nur in der Simulation wird mit modernem Gerät gearbeitet. Auch für den Panzer selbst verfügt der Soldat beim Bundesheer über topmoderne Trainingseinrichtungen. In der Ausbildungsanlage "Turm auf Bock" kann der Richtschütze beweisen, wie präzise er sein Handwerk beherrscht. Weiters gibt es für die Kaderpräsenzeinheit in Ried eigene Wohnungen und eine Sporthalle mit Fitnessstudio zur freien Benutzung.

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