FPÖ-Karlsböck (2): Krankenkassen müssen entideologisiert werden

Klassenkampf durch soziale Komponente ersetzen

Wien (OTS) - Die kassaeigenen Ambulatorien seien noch ein verstaubtes Relikt des sozialistischen Klassenkampfes gegen die "bösen, kapitalistischen, niedergelassenen Ärzte", so der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. Dieser ewiggestrige Zugang müsse durch eine moderne, soziale Komponente ersetzt werden, so Karlsböck.

"Die Rechtfertigung für Kassenambulatorien in der heutigen Gesundheitslandschaft sehe ich in der Bereitstellung von Gesundheitsleistungen nach den Kriterien von echter sozialer Bedürftigkeit", so Karlsböck. Solange Menschen aus wirtschaftlichen Gründen zur medizinischen Behandlung ins benachbarte Ausland -vorwiegend Ungarn - ausweichen müssten, hätten die Ambulatorien ein weites, soziales Betätigungsfeld, so Karlsböck.

Dieses sozial- und gesundheitspolitische Outsourcing nach Ungarn werde offenbar von allen Sozial- und Gesundheitsverantwortlichen billigend in Kauf genommen, kritisierte Karlsböck. Offenbar wolle auch niemand sehen, dass dies so nebenbei durch Steuerausfälle und Arbeitsplatzvernichtung einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden verursache, zeigte Karlsböck auf.

"Wenn Minister Stöger und die Betreiber von Krankenkassenambulatorien, immer wieder den "soziale Aspekt" in der Gesundheitsversorgung einfordern, dann fordere ich sie auf hier Taten folgen zu lassen und einmal darüber nachzudenken warum so viele Österreicher ins benachbarte Ausland ausweichen, wenn es um zentrale Fragen ihrer Gesundheit geht", sagte Karlsböck.

Die Zukunft der Ambulatorien könne jedenfalls nicht in einer subventionierten Konkurrenz zum niedergelassenen Bereich bestehen, sondern müsse in der Befriedigung der Nachfrage von speziellen Gesundheitsleistungen, die für breite Bevölkerungsgruppen im klassischen Gesundheitsbetrieb heute in Österreich nicht mehr leistbar seien, liegen, so Karlsböck.

"In diesem Sinne wird die FPÖ eine Eisbrecherfunktion übernehmen und mit Pilotprojekten, gegen alle Wiederstände, für unsere sozial nicht so gut gestellten Mitbürger Wege finden, damit diese für leistbare zahnmedizinische Versorgung nicht mehr nach Ungarn fahren müssen", schloss Karlsböck.

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