"Parteipolitik hat im gottesdienstlichen Raum nichts verloren"

Generalvikar Schuster kritisiert Wahlkampfauftaktveranstaltung der "Christlichen Partei Österreichs"

Wien, 08.04.10 (KAP) Kritik übt der Wiener Generalvikar Msgr. Franz Schuster an der Wahlkampfauftaktveranstaltung der "Christlichen Partei Österreichs". In einem am Mittwoch versendeten Rundschreiben an alle Pfarrer und Mitarbeiter der Erzdiözese Wien betont er, dass "jede Instrumentalisierung des Gottesdienstes und kirchlicher Gebäude für politische Zwecke entschieden abzulehnen ist, und dass Parteipolitik aller Art im engeren kirchlichen Bereich keinen Platz hat."

Generalvikar Schuster hebt grundsätzlich hervor, dass Christen zum politischen Engagement, zum Einsatz für das Gemeinwohl, aufgerufen seien. Dabei könnten Christen in politischen Fragen - bei gleicher Sorgfalt der Gewissensentscheidung - zu unterschiedlichen Lösungsvorschlägen kommen. "Für diese Vorschläge dürfen sie aber nicht die Autorität der Kirche in Anspruch nehmen, sondern sie handeln in eigener Verantwortung", so Schuster, der festhält:
"Parteipolitik hat im gottesdienstlichen Raum nichts verloren."

Anlass für diese Klarstellung seitens der Erzdiözese Wien war eine Messfeier in der Pfarrkirche St. Paul in Wien-Döbling, mit der Präsidentschaftskandidat Rudolf Gehring am Dienstagabend seinen Wahlkampf begonnen hatte und zu der auch ausdrücklich Journalisten eingeladen waren.

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