Grünewald zu Weltgesundheitstag: Regierung bei Kinder- und Jugendgesundheit säumig

Windbüchler: Kinder und Jugendliche sind Stöger's Stiefkinder

Wien (OTS) - "Die Regierung ist weiterhin säumig, eine verantwortungsvolle und nachhaltige Gesundheitspolitik gerade für Kinder und Jugendliche umzusetzen", kritisieren die Jugendsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill und der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald anlässlich des morgigen Weltgesundheitstages.

"Österreich hat im OECD-Vergleich (OECD-Studie Society at a Glance 2009) bei den 15-jährigen die höchste Raucherquote und ein besonders frühes Raucheinstiegsalter von 11 Jahren. In der Gruppe der 16- und 17-jährigen übertrifft der Anteil der RaucherInnen sogar den der Erwachsenen", erklärt Windbüchler-Souschill und verweist auf einen Entschließungsantrag, den sie gemeinsam mit Kurt Grünewald eingebracht hat, in dem der Gesundheitsminister aufgefordert wird, dem Nationalrat ehebaldigst einen Gesetzesentwurf zukommen zu lassen, der effiziente Maßnahmen zum Schutz aller Kinder und Jugendlichen vor Tabakkonsum und dessen negativen gesundheitlichen Folgen in Österreich garantiert.

"Neben dem Rauchen stellt auch der steigende Alkoholkonsum bei Jugendlichen ein wachsendes Problem dar. Hier muss entschieden gegengesteuert werden gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Jugendminister. Es ist höchst an der Zeit, wirksame Präventionsmaßnahmen zu erarbeiten, damit Österreichs Jugendliche geschützt werden", fordert Windbüchler-Souschill.

"Auch die medizinische Versorgung muss dringend verbessert werden", fordert Grünewald vor allem kostenfreie Therapien für Kinder und Jugendliche, etwa im Bereich der Physio-, Ergo-, oder Psychotherapien. "Es kann nicht sein, dass es Familien aufgrund der Selbstbehalte für notwendige Therapien nicht möglich ist, ihren Kindern wieder ein gesünderes und schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Aus gesundheitspolitischer Sicht wird aber ehebaldigst auch ein Präventionsmaßnahmenpaket für die Bereiche, die vor allem Kinder und Jugendliche betreffen, benötigt. Die hohe Selbstmordrate bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren ist besonders Besorgnis erregend. Umso unverständlicher ist es, dass es immer noch viel zu wenig stationäre Plätze für psychisch kranke Kinder und Jugendliche gibt. Der gesamte Bereich der notwendigen Psychotherapie wird zur Zeit völlig ausgespart. Hier besteht dringender Handlungsbedarf", so Grünewald abschließend.

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