Seniorenbund zum morgigen Weltgesundheitstag (II): Aktuelle Forderungen im Gesundheitsbereich

Korosec: Das große Ziel heißt "Hilfe aus einer Hand"!

Wien (OTS) - LAbg. Ingrid Korosec, 1.
Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes ging im Zuge der heutigen Pressekonferenz auch auf konkrete Forderungen des Seniorenbundes im Gesundheitsbereich ein: "Uns ist es im Zuge der Gesundheitsreform besonders wichtig, auf einen Bereich hinzuweisen: Die kategorische Trennung von Gesundheit und Pflege. Ein Missverständnis sei hier gleich vorweg ausgeschlossen: Wir meinen damit NICHT die Schaffung einer "Pflegeversicherung" analog zur Krankenversicherung! Die Finanzierung soll bekanntlich durch den "Pflegefonds" sichergestellt werden, der 2010 auf sichere finanzielle Beine zu stellen ist!"

"Worum es uns also vielmehr geht ist die Verbesserung der Schnittstellen zwischen Gesundheit und Pflege", so Korosec weiter, die dabei vor allem auf eines betont: "Schon vor 40 Jahren hat die UNO die Gesundheitsversorgung in 5 Bereiche gegliedert: Prävention, Kuration, Rehabilitation, Pflege und Palliativversorgung. Die Kuration funktioniert ja in Österreich ganz gut, aber der Rest ist offen. Bei den nun zu treffenden Maßnahmen sind daher all diese Bereiche von Anfang an mitzudenken!"

Denn, so Korosec weiter: "Heute fällt man als "austherapierter" Patient so zu sagen im freien Fall aus dem Gesundheitssystem heraus und muss sich selbst darum kümmern, im Pflegesystem zurecht zu kommen. Dabei geht es nicht nur um das Entstehen menschenunwürdiger Situationen, es geht auch um Doppelgleisigkeiten, um Strukturkosten -also um Gelder, die bei den Menschen ankommen und nicht im System versickern sollten!"

Abschließend ging Korosec auf ganz konkrete aktuelle Seniorenbund-Forderungen ein:

"Die e-Medikation muss viel schneller ausgebaut werden als bisher vorgesehen. Von - oft sogar tödlichen - Medikamenten-Doppelwirkungen oder -Unverträglichkeiten, über Allergien, bis hin zu Patientenverfügungen und ganzen Gesundheitsakten kann in diesem System alles gespeichert werden. Da geht es bitte um Leben - und auch um ein Einsparungspotential, das es zu heben gilt!"

"Die weiteren Forderungen umfassen die Bereiche Patientenverfügung - die kostenlos erstellt, in einem Register beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger gespeichert und von Ärzten verpflichtend abgefragt werden sollte -, ebenso wie einen Rechtsanspruch der Pensionisten auf Rehabilitation, und die quantitative und qualitative Sicherstellung von Personalressourcen im Pflege- und Betreuungsbereich!"

Die gesamte Presseunterlage (inkl. der GfK-Studien-Ergebnisse) finden Sie auf www.seniorenbund.at !

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Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82, skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

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