Mautz: Justizministerin verharmlost Bedrohung durch Gewalt

Wien (OTS/SK) - "Dass sich Justizministerin Bandion-Ortner
eindeutig und klar auf die Seite der Väterrechtsbewegung stellt ist sehr bedauerlich", meinte heute SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz in Reaktion auf ein Interview in der Zeitung "Österreich". ****

Schon die Androhung von Gewalt sei bereits Gewalt, sagte Mautz. Wenn sich eine Frau bedroht fühlt, dann habe sie ein Recht auf Schutz. "Müssen wir unbedingt warten, bis es zu spät ist?", so die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin. "Ich lege der Justizministerin dringend nahe, sich mit dem Thema Gewalt im familiären Umfeld näher auseinanderzusetzen.

"Bandion-Ortner verharmlost die Gefährdung des Kindes und der Mutter", sagte Mautz. "Ihre Reaktion ist die erneute Forderung nach der automatischen gemeinsamen Obsorge. Das hat mit Unabhängigkeit der Justiz überhaupt nichts zu tun, sondern ist ein Zugeständnis an die Väterrechtsbewegung. Die Zahl der Gewaltopfer im familiären Umfeld zeigt, dass unsere Schutzmaßnahmen immer noch unzureichend sind. Darüber sollten wir diskutieren, nicht über die verpflichtende gemeinsame Obsorge", so Mautz abschließend. (Schluss) up/mp

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