Spindelegger: "Gesundheit und Entwicklung gehen Hand in Hand"

Außenminister zum Weltgesundheitstag

Wien (OTS) - "Gesundheit ist ein Ziel nachhaltiger Entwicklung,
aber auch Bedingung dafür. Sie ist ein Menschenrecht und eine wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme jedes und jeder Einzelnen am Entwicklungsprozess eines Landes", so Außenminister Michael Spindelegger zum Weltgesundheitstag am 7. April.

"Das Gesundheitsniveau in den letzten Jahrzehnten ist zwar weltweit angestiegen - die Menschen sind heute wohlhabender und leben länger. In armen Ländern ist die Situation jedoch weiterhin unbefriedigend: Der Hälfte der Weltbevölkerung fehlt es an überlebensnotwendigen Medikamenten und ein Fünftel hat keinen Zugang zu einer grundlegenden Gesundheitsversorgung. Verteilungsgerechtigkeit ist oft kaum mehr als ein Schlagwort. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt daher die Basisgesundheitsversorgung in ihren Partnerländern - mit nachhaltigem Erfolg", so der Außenminister

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ist seit mehr als 25 Jahren im Gesundheitsbereich tätig. So unterstützt Österreich gemeinsam mit Spanien, Finnland, den Niederlanden und der Weltbank den Gesundheitssektor Nicaraguas: Die Mittel fließen dabei direkt in die Umsetzung des nationalen Gesundheitsplans mit Schwerpunkt auf Frauen, Kindern und armen Menschen. Darüber hinaus fördert die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit die Gesundheitsversorgung in den beiden autonomen Atlantikregionen Nicaraguas. Dieses Projekt widmet sich der kommunalen Gesundheitsarbeit sowie der Prävention und Behandlung von HIV/AIDS.

In der äthiopischen Region Somali setzt sich Österreich für den Aufbau der Gesundheitsvorsorge und die Ausbildung von Personal ein. So werden derzeit in einem mit österreichischer Unterstützung errichteten Ausbildungszentrum 126 Frauen und Männer zu Krankenpflegern und Hebammen ausgebildet. Darüber hinaus werden in jedem Dorf zwei geschulte Gesundheitsarbeiter eingerichtet, die das Bewusstsein für Gesundheitsfragen verstärken sollen. Weiters werden bestehende Gesundheitsstationen ausgebaut und besser ausgestattet und das Personal durch Trainingskurse laufend weitergebildet.

Im Bereich HIV/AIDS setzt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit vor allem auf präventive Maßnahmen. "Um Neuinfektionen zu verhindern, müssen noch mehr Menschen darüber aufgeklärt werden, wie sie sich vor einer HIV-Infektion schützen können. Ziel ist es daher, die bestehenden Präventionsstrategien und Programme noch weiter zu verbreiten", so Spindelegger, der in diesem Zusammenhang auch auf die internationale AIDS-Konferenz verwies, die von 18. bis 23. Juli in Wien stattfindet.

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