Zum Sex gezwungen: AK erreichte 20.000 Euro Schadenersatz

Linz (OTS) - Intime, unangenehme Fragen und anzügliche Bemerkungen - mehrfach belästigte der Ehemann der Chefin eine heute 35-jährige Arbeiterin aus Linz. Schließlich zwang er die Frau sogar zum Geschlechtsverkehr. Sie suchte beim AK-Frauenbüro Hilfe. Der Mann kam vor Gericht und wurde zu 20.000 Euro Schadenersatz verurteilt.

Im AK-Frauenbüro kommt es fast täglich zu Beschwerden über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Was sich aber im folgenden Fall ereignet hat, ließ die AK-Expertinnen des Frauenbüros um Fassung ringen. Nicht schlimm genug, dass sich eine junge Frau vom Gatten ihrer Chefin anzügliche Bemerkungen und peinliche, persönliche Fragen gefallen lassen musste. Er nutzte das Abhängigkeitsverhältnis der Frau auch noch schamlos aus und zwang sie mehrfach zum Geschlechtsverkehr. Mit Unterstützung einer Bekannten fand die Frau schließlich den Mut, sich an das AK-Frauenbüro zu wenden.

Angesichts der traumatischen Erlebnisse verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Opfers drastisch, sodass sie sich derzeit in Berufsunfähigkeitspension befindet. Mit Hilfe des AK-Frauen-büros gelang es der jungen Frau, 20.000 Euro Schadenersatz vor Ge-
richt durchzusetzen. Da das Unternehmen inzwischen in Konkurs gegangen ist, haben andere Angestellte von dem Mann wohl nichts mehr zu befürchten.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Sabine Naderer
Tel.: (0732) 6906-2178
sabine.naderer@akooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001