- 05.04.2010, 10:44:15
- /
- OTS0016 OTW0016
GRAS: Evaluierungsbericht zu E-Voting eine Farce!
Bericht über E-Voting bei den ÖH-Wahlen 2009 ist tendentiös und keinesfalls unabhängig
Wien (OTS) - Am Freitag wurde der Evaluierungsbericht zum E-Voting
bei den ÖH-Wahlen 2009 veröffentlicht. Doch statt dem versprochenen
unabhängigen Bericht gibt es nur Selbstlob von der verantwortlichen
Organisation. Die Kosten dafür: geschätzte Euro 50.000,-. "Dieser
Bericht ist reine Geldverschwendung!", so Eva Pentz, Aktivistin der
Grünen & Alternativen StudentInnen. "Es ist lächerlich dieselbe Firma
mit der Evaluierung zu beauftragen, die das Projekt selbst
konzipiert, geleitet, durchgeführt und beaufsichtigt hat. Noch dazu
sitzt Robert Krimmer mittlerweile für die ÖVP-nahe
Aktionsgemeinschaft in ÖH-Gremien - von Unabhängigkeit kann keine
Rede sein!"
"Der Bericht ist sehr einseitig, wenn auch unter dem scheinbaren
Deckmantel der Objektivität", ärgert sich Pentz. Beispielsweise sei
dabei die Einsichtsphase für die Wahlkommission in den Quellcode der
Software als ausreichend dargestellt. Diese verlief jedoch so
restriktiv, dass eine Bewertung des Programms selbst für die besten
InformatikerInnen unmöglich gewesen wäre. "Auch die Behauptung,
E-Voting hätte zu keinen Problemen bei den Wahlkommissionen geführt,
ist absurd. Auf der Universität Wien ist die Kommission wegen
E-Voting zurückgetreten, andere hatten massive Probleme bei der
Durchführung und Auszählung!", so Pentz.
"Wir fordern nach wie vor einen ordentlichen und unabhängigen Bericht
über dieses gescheiterte Projekt! Unsere Beschwerden gegen die Wahl
bleiben aufrecht, der Verfassungsgerichtshof muss sich mit der
Materie befassen und E-Voting ein für alle mal stoppen!" schließt Eva
Pentz.
Rückfragehinweis:
GRAS Presseteam; 0650/3503904; [email protected]; http://www.gras.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRA






